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17. Februar 2017

Nachricht

Vermittlung als Aufgabe

Dr. Daniela Koeppler macht die Verfassungsänderung für Gemeinden fruchtbar. Foto: Gunnar Schulz-Achelis/HkD

Pastorin Dr. Daniela Koeppler aus der Kirchengemeinde Westerstede wirkt seit Februar als Referentin des Arbeitsfeldes Kirche und Judentum im Haus kirchlicher Dienste (HkD) der Landeskirche Hannovers. Mit halber Stelle und befristet für drei Jahre wird sie die Neubestimmung des Verhältnisses der Landeskirche zum Judentum, dass 2013 mit einer Verfassungsänderung angestoßen wurde, kommunizieren und für Gemeinden fruchtbar machen. Am Mittwoch, 15. März, wird die 1969 in Nordenham geborene Theologin im Haus kirchlicher Dienste, Archivstr. 3, in Hannover, offiziell in ihr Amt eingeführt. Die Hausandacht in der Kapelle beginnt um 12 Uhr. Gäste sind herzlich willkommen.

„Ich freue mich sehr darüber, dass mit Dr. Daniela Koeppler eine in hohem Maße qualifizierte Person das Arbeitsfeld Kirche und Judentum verstärken wird“, sagt Professorin Dr. Ursula Rudnick, die Beauftragte für Kirche und Judentum im Haus kirchlicher Dienste.

Dr. Daniela Koeppler hat Evangelische Theologie, Geschichte und Jüdische Studien in Oldenburg, Jerusalem und Bonn studiert. Sie promovierte an der Universität Köln über das Thema „Jüdisch-christliche Bibelarbeit und interreligiöser Dialog“. „Mich hat das Thema Judentum in Deutschland immer interessiert und betroffen gemacht“, sagt sie.

Für den Pädagogischen Austauschdienst der Kultusministerkonferenz in Bonn koordinierte Daniela Koeppler den Jugend- und Schüleraustausch zwischen Deutschland und Israel. Sie war Vikarin in Oldenburg-Osternburg und seit 2014 Pfarrerin im Probedienst in Halsbek/Ihausen der Kirchengemeinde Westerstede im Kirchenkreis Ammerland. Eine Viertel-Stelle hatte sie zudem als Flüchtlingsbeauftragte dieses Kirchenkreises inne.

Neben ihrer Aufgabe als Referentin im HkD arbeitet die 48-Jährige jetzt mit halber Stelle als Gemeindepastorin in der Kirchengemeinde Osterwald bei Garbsen. Diese Verbindung von gemeindlicher Basis und übergemeindlichem Dienst gefällt ihr gut. So wirkt sie beispielsweise mit an einer Arbeitshilfe, die das geplante Kunstwerk vor dem Landeskirchenamt „Ecclesia und Synagoga“ zum Thema macht, bei dem es um das in der Vergangenheit oft schwierige und sich in den vergangenen Jahrzehnten gewandelte Verhältnis von christlichen Kirchen zum Judentum geht. Mit der Arbeitshilfe können sich Gemeinden zum Beispiel auf eine Exkursion zu dem Kunstwerk vorbereiten oder das Thema Kirche und Judentum anschaulich vertiefen.

Wie ihre Vorgängerin Dr. Melanie Mordhorst-Mayer wird Koeppler die Verfassungsänderung für die Gemeindearbeit kommunizieren - mit Begleitheften für die Erwachsenenbildung und Beratung, mit Vorträgen und Seminaren. Auch möchte sie gerne Begegnungen mit Jüdinnen und Juden organisieren und moderieren.

Koeppler ist im Themenbereich des christlich-jüdischen Dialoges in Niedersachsen schon durch ihre Mitarbeit im Vorstand des Vereins „Begegnung. Christen – Juden. Niedersachsen“ bekannt.

Koeppler ist im Haus kirchlicher Dienste montags bis mittwochs zu erreichen unter Telefon 0511 12 41–493 oder E-Mail: Koeppler@kirchliche-dienste.de