Identität des Judentums respektieren und schätzen

Nachricht 14. Februar 2017
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Aussagen der Verfassungsänderung der Hannoveschen Landeskirche werden mit jüdischen Stimmen ins Gespräch gebracht in der neuen Broschüre Kon-Texte. Foto: Jens Wening

Verfassungsänderung: Broschüre Kon-Texte erschienen

Mit ihrer Verfassungsänderung 2013 hat die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers ihr Verhältnis zum Judentum neu bestimmt. Die inzwischen erschienene Broschüre Kon-Texte stellt die Änderung in den Dialog mit der theologischen und kirchlichen Tradition, sie führt hin zu einem neuen Nachdenken über die Beziehung zum Judentum und will so eine verfassungsgemäße kirchliche Praxis voranbringen.

Landesbischof Ralf Meister schreibt in seiner Einführung: „Anders als in früheren Zeiten hat die Kirche (haben wir Christinnen und Christen) erkannt, dass es falsch, ja verwerflich – und auch nicht notwendig – ist, die eigene Identität auf Kosten des Judentums zu profilieren. ... Es ist möglich, eine christliche Theologie im Angesicht Israels zu formulieren, die das Eigene profiliert zum Ausdruck bringt und gleichzeitig die Identität Israels respektiert und schätzt.“

Die 42-Seiten-Broschüre nimmt die einzelnen Aussagen der Verfassungsänderung und bringt sie in einen Zusammenhang mit biblischen Texten sowie der kirchlichen Tradition, jüdischen Stimmen und Einsichten der Theologie des christlich-jüdischen Gesprächs. Offene Fragen am Ende der jeweiligen Abschnitte laden zur Reflexion ein. Die Kon-Texte helfen zur eigenen Meinungsbildung und kann Grundlage für die Bildungsarbeit in Gemeinden, kirchlichen Institutionen und auch Schulklassen sein.
 

Einzelexemplare der Broschüre sind ab sofort kostenfrei im Materialversand des Hauses kirchlicher Dienste unter www.hkd-material.de erhältlich. Die Broschüre als pdf zum Download ist zu finden unter: www.kirchliche-dienste.de. Zur Broschüre ist außerdem eine Roll-up-Ausstellung und eine interaktive Version für das Internet in Planung.