Beten mit App

Nachricht 06. Dezember 2017

Ökumenischer Kreuzweg der Jugend setzt auf bewährte und neue Materialien

Analog oder digital, in der Gruppe oder alleine – die Materialien des Ökumenischen Kreuzwegs der Jugend bieten zahlreiche Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit dem Leidensweg Christi mitten unter uns. Ab sofort können sie bestellt oder heruntergeladen werden. Landesjugendpastorin Cornelia Dassler aus dem Haus kirchlicher Dienste gehört seit Jahren zum ökumenischen Redaktionsteam und berichtet auf der Homepage unter "Einblick" vom Kirchentag in Berlin.

Der Jugendkreuzweg für die Fastenzeit 2018 stellt unter dem Titel „#beimir“ dieses Mal Jesus unmittelbar in den Fokus. Die sieben Bilder der einzelnen Stationen zeigen ihn mitten in der Alltagswelt junger Menschen - beinahe abgestellt vor einer U-Bahn-Station oder vor einem belebten Café. „Der Kreuzweg #beimir legt Zeugnis ab, dass Gott in Jesus dort ist, wo Menschen unterwegs sind, wo sie jetzt suchen, zweifeln oder leiden. Das fordert uns persönlich heraus, ihn in unser Leben zu lassen, uns für ihn zu entscheiden und danach zu handeln. Damit bietet der Jugendkreuzweg viele Berührungspunkte zwischen den konkreten Lebensfragen der Jugendlichen und den vorbereiteten Stationen", erläutert Alexander Bothe, Geschäftsführer und Redaktionsleiter des Ökumenischen Kreuzwegs der Jugend.

Diese Absicht wird auch auf den Bildern direkt deutlich: Es sind Fotografien, die Elemente der so genannten Stencil-Art enthalten, einer Form der Straßenkunst. Als Musik stehen zwei verschiedene Stile zur Auswahl, neue geistliche Lieder mit Singer-/Songwriter-Stücken und Elektro-Pop mit „Spoken Word“. Die Inhalte des Jugendkreuzwegs wurden von einem ökumenischen Redaktionsteam gemeinsam entwickelt.

Neben Bildern, Texten und Musik gibt es beim Ökumenischen Kreuzweg der Jugend im kommenden Jahr alternativ zu den gedruckten Materialien erneut zwei App-Varianten zum Mitbeten per Smartphone-App. Nach den vielen positiven Rückmeldungen zur Jugendkreuzwegs-App JesusArt in diesem Jahr wurde das Angebot weiter ausgebaut, neu designet und ist nun in verschiedenen Paketausführungen verfügbar. Auf Wunsch sind die Materialien des Jugendkreuzwegs damit auch auf dem Smartphone immer mit dabei. Die Version für die Gebetsleitenden beinhaltet bereits Zugänge für alle Teilnehmenden und bietet in diesem Jahr neu die Möglichkeiten, den Kreuzweg komplett persönlich anzupassen, die Texte zum Beispiel innerhalb der App zu verändern. Die „Single Prayer App“ ist für das persönliche Gebet zu Hause oder auch unterwegs gedacht.

1958 begann der Jugendkreuzweg als „Gebetsbrücke“ zwischen jungen katholischen Christinnen und Christen in der Bundesrepublik und der ehemaligen DDR; seit 1972 wird er ökumenisch gebetet. Heute überbrücken die gemeinsamen Worte Konfessionen, Gesinnungen, Generationen. Mit jährlich knapp 60.000 Teilnehmenden gehört er heute zu den größten ökumenischen Jugendaktionen. Auch in den Niederlanden, Österreich und den deutschsprachigen Teilen von Luxemburg, Belgien und der Schweiz beten ihn junge Christinnen und Christen.

Träger des Ökumenischen Kreuzwegs der Jugend sind die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej) - deren Vorstand Dassler angehört - , die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).