Vielfalt im Landeskirchenamt

Nachricht 28. Dezember 2017

Über 100 Holzwürfel, ein riesiger QR-Code, eine Glaskugel die auf einem Bogen balanciert, eine Scheibe mit kleinen Gucklöchern: Ungewöhnliche Motive sind jetzt in sieben Vitrinen im Landeskirchenamt zu sehen. Dort präsentieren sich und ihre Arbeit über das Jahr 2018 insgesamt 19 übergemeindliche Werke und Einrichtungen der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers oder solche, die in der Landeskirche arbeiten. „Sie gewähren Einblicke, Durchblicke und Ausblicke“ sagte der Vizepräsident des Landeskirchenamtes Arend de Vries bei der Eröffnung am Mittwoch, 20. Dezember vor 40 Gästen. Bei dem anschließenden kleinen Rundgang erläuterten Verteter der jeweiligen Einrichtung „ihre“ Vitrine und damit ihre Arbeit.

Das Haus kirchlicher Dienste (HkD) zeigt seine Vielfalt durch Bilder, die auf massiven 10 mal 10 Zentimeter großen Holzwürfeln geklebt sind und die unter anderem gemeinsam eine Kirche bilden. Wie die Würfel könnten sich die Arbeitsfelder im Haus schnell neu sortieren, um aktuelle Aufgaben zu übernehmen, meinte HkD-Direktor Ralf Tyra. Das Zentrum für Seelsorge hat einen Guck-Kasten in einer Vitrine platziert und man erhält buchstäblich Einblicke in diese junge Einrichtung der Landeskirche, beispielsweise mit der Notfallseelsorge. Mit Sehlöchern werde angedeutet, dass Seelsorge etwas Intimes sei und meist verborgen geschehe, so Direktor Martin Bergau bei der Eröffnung. Die neue „Evangelische Medienarbeit“, die aus dem Evangelischen MedienServiceZentrum hervorgegangen ist, zeigt unter der Überschrift „Kommunikation ist oberste Kirchenaufgabe“ einen riesigen QR-Code, mit dem man mittels Smartphone auf der am Eröffnungstag live geschalteten Homepage landet. Das Evangelische Beratungszentrum im Diakonischen Werk Hannover spricht unter dem Motto „Bal(l)ance“ die Lebensbalance an mit der Glaskugel auf einem schmalen Bogen und zeigt eine „Beziehungsstrecke“ mit Abzweigungen in die „Trennungsgasse“, den „Karrierepfad“ oder die „Familienallee“.

Die Direktorin des Zentrums für Gesundheitsethik Dr. Andrea Dörries (links) erläutertete die Aufgaben ihrer Einrichtung. Fotos: Gunnar Schulz-Achelis / HkD

Das Zentrum für Gesundheitsethik zeigt unter anderem Veröffentlichungen zu medizinethische Fragen und das neue Jahresprogramm. Die Personalberatung der Landeskirche will Mitarbeitenden helfen: „Wie kann ich im turbulenten Berufsalltag meine Gesundheit erhalten?“ fragte deren Leiter Tilman Kingreen. Die Hanns-Lilje-Stiftung will „Brücke in die Gesellschaft“ sein und fühle sich mit ihrer Vitrine neben der traditionellen Luther-Vitrine sichtlich wohl, so ihr Geschäftsführer Professor Dr. Christoph Dahling-Sander.

Mitte April werden die Motive wechseln in den Vitrinen und weitere sechs Einrichtungen und Werke sich vorstellen, so unter anderem aus Loccum die Akademie, das religionspädagogische Institut und das Predigerseminar. Schließlich wird Mitte September noch mal umgeräumt und beispielsweise die Diakonie in Niedersachsen wird auf das Thema der Diakoniewoche eingehen.

Die Ausstellung in Hannover ist zu sehen auf den Fluren des Landeskirchenamtes, Rote Reihe 6, montags bis donnerstags 8 bis 17 Uhr, freitags bis 15 Uhr.

Die Ausstellung zur Arbeit übergemeindlicher Werke und Einrichtungen der Landeskirche Hannovers ist zu sehen auf den Fluren des Landeskirchenamtes, Rote Reihe 6 in Hannover, montags bis donnerstags 8 bis 17 Uhr, freitags bis 15 Uhr.