Kon-Texte als Wanderausstellung

Nachricht 10. April 2017
coverbroschüre
Kon-Texte

Mit der Verfassungsänderung vom November 2013 hat die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers ihr Verhältnis zum Judentum theologisch bestimmt.

Die Broschüre Kon-Texte stellt die Änderung in einen Dialog mit jüdischen und christlichen Stimmen, sie führt hin zu einem Nachdenken über die christliche Beziehung zum Judentum und will so eine verfassungsgemäße kirchliche Praxis unterstützen.

Ergänzend dazu gibt jetzt eine Wanderausstellung mit neun Roll-ups. Sie stellt die Inhalte der Kon-Texte-Broschüre vor und lädt die Betrachterinnen und Betrachter dazu ein, die eigene Beziehung zum Judentum zu reflektieren. Erstmalig zu sehen ist die Ausstellung am Montag, 24. April, ab 17 Uhr, im Haus kirchlicher Dienste, Archivstr. 3, Hannover. Die Ausstellung läuft bis zum 11. Mai und ist montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 16 Uhr, zu sehen.

Ab dem 12. Mai kann sie über das Arbeitsfeld Kirche und Judentum des Hauses kirchlicher Dienste (HkD), Telefon 05 11 12 41 – 512, E-Mail tzschisantke@kirchliche-dienste.de, gebucht werden. Die Leihgebühr beträgt 35 Euro zuzüglich Porto und Versicherung.

Das Angebot richtet sich an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die an ihrem Wirkungsort die Inhalte der Verfassungsänderung der Landeskirche Hannovers von 2013 mit einem augenfälligen und ansprechenden Hilfsmittel bekannter machen möchten.

Konzipiert und erarbeitet wurde die Ausstellung und die Broschüre von apl. Prof. Dr. Ursula Rudnick, Beauftragte für Kirche und Judentum im HkD, in Kooperation mit Pastorin Christiane Galle und Dr. des. Vikar Jens Wening. Rabbiner Dr. Gábor Lengyel begleitete die Entstehung, Hans Joachim Schliep kommentierte. Das Cover und die Ausstellung gestalteten Marc Vogelsang.

Während der Ausstellung im HkD ist die Broschüre „Kon-Texte. Kirche und Judentum“ kostenfrei erhältlich. Landesbischof Ralf Meister schreibt in ihrer Einleitung: „Anders als in früheren Zeiten hat die Kirche (haben wir Christinnen und Christen) erkannt, dass es falsch, ja verwerflich – und auch nicht notwendig – ist, die eigene Identität auf Kosten des Judentums zu profilieren. … Es ist möglich, eine christliche Theologie im Angesicht Israels zu formulieren, die das Eigene profiliert zum Ausdruck bringt und gleichzeitig die Identität Israels respektiert und schätzt."