Afrika helfen – aber wie?

Nachricht 03. November 2016

Gut gemeint und voll daneben? Nach langer Zeit fragen sich heute mehr und mehr Privatpersonen und Organisationen: Was haben wir alles falsch gemacht in Afrika? Und vor allem: Wie geht es besser? Wieviele Milliarden Dollar offizieller Hilfsgelder an notleidende Länder sind auf Schweizer Nummernkonten von Diktatoren und deren Clans gelandet? Ist es nicht besser, sich überhaupt nicht einzumischen? Kann unser System von Demokratie bei einem Stammesdenken überhaupt sinnvoll sein? Provozieren wir mit unserem Bildungsimport nicht erst den Migrationsdruck, so dass die Gebildeten für ihre Länder später gar nicht mehr zur Verfügung stehen?

Über diese und weitere Fragen diskutieren am Freitag, 11. November ab 18 Uhr Fachleute aus verschiedenen Hintergründen sehr kontrovers. Anlass ist ein Resümee, das die Veranstalter der drei Bildungsrallyes Go4School in verschiedene Teile Afrikas für sich selbstkritisch ziehen wollen. Dabei soll es bewusst kontrovers zugehen. Schließlich geht es den Verantwortlichen darum, auch in Zukunft möglichst effektiv zu helfen und Eigeninitiative zu fördern.
Durch das Podiumsgespräch führt Pastor Peer-Detlev Schladebusch vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Er hat die Touren mitorganisiert und daran teilgenommen (www.oi-aktion.org )
Bei einem gemeinsamen Essen können die Gespräche vertieft werden. Deshalb ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich. Die Kosten betragen 20 Euro. Anmeldung bei Natascha Hieb, natascha.hieb@volkswagen.de, Telefon 05361-927077 bis zum 7. November. Veranstaltungsort ist das Haus Rhode bei Königslutter.

Vorweg ist ab 17 Uhr zum letzten Mal die Ausstellung „Perspektiven“ des Tourfotografen Hendrik Peusch zu sehen. Sie bietet prägnante Eindrücke von Erlebnissen der diesjährigen Tour durch Tansania, Kenia, Uganda und Ruanda.