Arbeit mit Flüchtlingen – Webseite bündelt Angebote

Nachricht 04. Mai 2016

Ohne die Hilfe von Ehrenamtlichen ist die vielfältige kirchliche Arbeit mit Flüchtlingen nicht vorstellbar. Ihrerseits brauchen die Helfer aber auch Unterstützung durch Fortbildungen und Informationen. Alle Angebote zu dieser Flüchtlingsarbeit, die aus dem Haus kirchlicher Dienste (HkD) kommen, sind nun auf einer zentralen Webseite gebündelt zu finden.

„Wir präsentieren auf diese Weise ein vielfältiges und hilfreiches Angebot für das weite Feld der Tätigkeiten im Bereich der Arbeit mit und für Geflüchtete, um die Aktiven in den Kirchengemeinden und Kirchenkreisen zu unterstützen und zu begleiten,“ freut sich Lars-Torsten Nolte, Referent für Migration und Integration im Haus kirchlicher Dienste und Koordinator der Aktivitäten zur Flüchtlingsarbeit dieser übergemeindlichen Service-Einrichtung der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.

„Im HkD gibt es Angebote aus den unterschiedlichsten Arbeitsfeldern. Doch wie sollen Außenstehende wissen, bei welchem Arbeitsfeld sie suchen sollen?“, sagt Susanne Ruge, Referentin für Internetarbeit im HkD, die die Seite zusammen mit den Referenten der Arbeitsfelder aufgebaut hat. „Ehrenamtliche interessiert, wo sie Informationen und Fortbildungen bekommen können, Lehrer oder Diakone möchte vielleicht Angebote für Jugendliche finden.“ Die gibt es aber nicht nur im Landesjugendpfarramt, sondern auch bei der Friedensarbeit. Deshalb ist die Seite nach Themen und nicht nach Arbeitsfeldern aufgebaut: von „Ehrenamtliche unterstützen“, über „Gemeinsam Gottesdienst  feiern“ und „Brücken in den Arbeitsmarkt“  bis zu Fragen der eigenen Haltung angesichts des Flüchtlingszuzugs.

Interessierte erfahren etwas über die Projekte „Ponte“ des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt (KDA) und „Lernwerkstätten (ILF)“ des Arbeitsfeldes Kirche und Handwerk, die Flüchtlingen einen Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern sollen. Sie können sich über die vielfältigen Angebote der Schülerinnen- und Schülerarbeit  und der Friedensarbeit zum Umgang mit Vorurteilen und dem Fremdem informieren. Interkulturelle Gottesdienste gibt es in ganz Niedersachsen und mit einem neuen Andachtsbuch in fünf Sprachen (unter anderem in Arabisch) kann jede Gemeinde gemeinsam mit Flüchtlingen Gottesdienst feiern. Die Kompetenzen der Arbeitsfelder, die sich mit dem Interreligiösen Dialog beschäftigen, sind sehr gefragt, besonders dies des Arbeitsfeldes „Kirche und Islam“. Die Medien- und Büchereiarbeit bietet eine Reihe von Filmen und Literatur an, die zum Einsatz in Gemeinde und Schule oder für die Gemeindebücherei ausgeliehen werden können.

„Uns ist wichtig, dass auch die Fragen der Gemeindeglieder ernstgenommen werden, die sich schwer tun mit der starken Zuwanderung von Flüchtlingen“, sagt Helene Eißen-Daub, Referentin in der Besuchsdienstarbeit. Sie hat unter dem Titel „Wenn Fremdes uns herausfordert …“ eine Arbeitshilfe entwickelt, die zur eigenen Auseinandersetzung mit dem Thema einlädt. Die Arbeitshilfe gehört zu den Materialien und Downloads am Ende der Seite. Eine umfangreiche Linkliste, die laufend ergänzt wird, rundet das Angebot ab ebenso wie Telefonnummern und Mailadressen der einzelnen Fachleute im HkD.