„Biodiversität auf kirchlichen Friedhöfen“ – Auszeichnung als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt

Nachricht 31. Mai 2016
Der Waldfriedhof in Celle gilt als vorbildlich bei der Biodiversität und war wiederholt Ort von Schulungen zu dem Thema. Archivfoto: Gabi Gust

Auf dem Friedhof der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Johannis in Engter, Pastor-Wasmuth-Straße, wird am kommenden Samstag, 4. Juni um 14.45 Uhr das Projekt „Biodiversität auf kirchlichen Friedhöfen“ als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Jury-Mitglied Prof. Dr. Karl-Heinz Erdmann vom Bundesamt für Naturschutz in Bonn wird die undotierte Auszeichnung überreichen und das Projekt würdigen. Der stellvertretende Landessuperintendent, der Bramscher Superintendent Hans Hentschel, wird mit seinem Beitrag das Projekt in den Rahmen der christlichen Friedhofskultur stellen. Nach einer Friedhofsführung durch Reinhard Benhöfer hält Gabi Gust im Gemeindehaus einen Vortrag zur Bedeutung und Möglichkeit der Öffentlichkeitsarbeit für kirchliche Friedhöfe. Die öffentliche Veranstaltung endet um 17.15 Uhr.

Vor zwei Jahren starteten Gabi Gust und Reinhard Benhöfer vom Arbeitsfeld Umwelt- und Klimaschutz im Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers  das Projekt „Biodiversität auf kirchlichen Friedhöfen“.

Der Rückgang der Artenvielfalt durch das Verhalten der Menschen ist derart dramatisch, dass Experten ihn langfristig für ebenso bedrohlich halten wie den Klimawandel. Kirchliche Friedhöfe bieten sich an, möglichst vielen Arten eine Überlebens-Chance zu bieten. Eine gezielte ökologische Aufwertung erhöht gleichzeitig die Attraktivität der Friedhöfe, die mittlerweile oft in einem harten Wettbewerb stehen und unter Einnahmerückgängen leiden. Mit dem Aufbau eines Umweltmanagementsystems auf Friedhöfen verbessert sich auch die wirtschaftliche Situation.

Seminare zur Friedhofsentwicklungsplanung, der Aufbau von Umweltmanagementsystemen, Schulungen zur Baumkontrolle und Fortbildungen für Friedhofsgärtner gehören zum Gesamtprojekt.
 

Die UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011-2020

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