Mit aktueller jüdischer Stellungnahme

Nachricht 31. Mai 2016
AHIsraelSo16
Cover der Arbeitshilfe 2016, Layout: Marc Vogelsang

Wäre sie nicht kostenlos zu haben, spräche man von einem Bestseller. Mehrere Tausend Mal wird die Arbeitshilfe zur Feier des Israelsonntages jedes Jahr aus dem Internet heruntergeladen. Ab sofort steht die Ausgabe 2016 zum Download bereit.

Das gefragte, praxisorientierte Hilfsmittel dient den evangelischen Gemeinden in Deutschland und darüber hinaus dazu, sich in Gottesdienst und Unterricht darauf zu besinnen, welches Erbe die Kirche mit dem Judentum auf der ganzen Welt und durch alle Zeiten hindurch verbindet. „Israel“ bezieht sich hier also nicht auf den modernen Staat Israel, sondern – theologisch gesprochen – auf das Volk Gottes. Thematisch steht in diesem Jahr „Die Gotteskindschaft des jüdischen Volkes“ im Fokus (Römerbrief, Kapitel 9, Verse 1-16).

Den Israelsonntag feiern die Gemeinden gewöhnlich am 10. Sonntag nach Trinitatis des Kirchenjahres. In diesem Jahr ist es 31. Juli. „Der Israelsonntag kann aber auch an einem anderen Sonntag nach Trinitatis gefeiert werden“, sagt die Beauftragte für Kirche und Judentum im Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Professorin Dr. Ursula Rudnick, eine Herausgeberin und Mitautorin der Arbeitshilfe.

Erstmals beinhaltet die mehr als 50-seitige Broschüre in diesem Jahr auch eine fachkundig erläuterte, aktuelle, jüdische Stellungnahme zum Verhältnis von Judentum und Kirche. Ebenfalls zum ersten Mal dokumentieren Fotos und Statements das Selbstverständnis junger Jüdinnen und Juden in Deutschland.

Wie in jedem Jahr gibt es in der Hilfe sachkundige Auslegungen des Predigttextes aus christlicher und jüdischer Perspektive, eine Meditation zur Predigtvorbereitung, einen Gottesdienstentwurf, eine Lesepredigt für Lektorinnen und Lektoren und einen religionspädagogischen Entwurf.
Die Arbeitshilfe wird herausgegeben von der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Ev.-luth. Kirche in Bayern sowie dem Verein zur Förderung des christlich-jüdischen Gesprächs in der Ev.-luth. Kirche in Bayern.

Die Herausgeber stellen die Hilfe kostenlos zum Download bereit, die Landeskirche Hannovers zum Beispiel unter der Adresse www.kirchliche-dienste.de/judentum . Die Gemeinden der Landeskirche Hannovers erhalten die Hilfe im Jahr 2016 zudem druckfrisch zugesandt.