Taufe erlebbar machen

Nachricht 22. März 2016
Die Innenarchitektin und Kulturmanagerin Ulrike Tüpker wird den Auftritt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers in Wittenberg beim Reformationsjubiläum 2017 gestalten und koordinieren. Foto: Marcel Domeier, Hannover

Projektleiterin für Wittenberg

Den Auftritt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers zum Reformationsjubiläum in Wittenberg wird die Innenarchitektin und Kulturmanagerin Ulrike Tüpker gestalten und betreuen. Als Projektleiterin wird sie von April 2016 bis Dezember 2017 zunächst im Haus kirchlicher Dienste und später vor Ort in Wittenberg tätig sein.

In einem Ladenlokal am Stadtgraben wird die Landeskirche in Wittenberg zum Thema Taufe und Tauferinnerung eine Ausstellung mit erlebnishaftem Charakter präsentieren. Tüpker wird zunächst den Auftritt zusammen mit einer Projektgruppe der Landeskirche planen und gestalten. In Wittenberg wird sie dann die entwickelten Ideen realisieren und schließlich die Ausstellungsphase begleiten. Von Mai bis Oktober 2017 wird ein Team von Ehrenamtlichen und Beruflichen, während in der ganzen Stadt die große „Weltausstellung Reformation“ mit vielen Veranstaltungen läuft, vor Ort die Räume zugänglich machen. Tüpker wird dieses Team leiten, für den technischen Support zuständig sein, aber auch für Besuchergruppen der Landeskirche Programme für Aufenthalte in Wittenberg zusammenstellen.

„Wir möchten auf der Weltausstellung Reformation Menschen einladen, sich an ihre Taufe zu erinnern. Der Zugang zur Taufe soll emotional und erlebnishaft, nicht nur informativ sein“, sagt Arend de Vries, Beauftragter der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers für das Refomationsjubiläum und geistlicher Vizepräsident des Landeskirchenamtes . „Frau Tüpker hat mit ihren bisherigen Projekten bewiesen, dass sie solche Zugänge schaffen kann.“

Tüpker studierte Kunsttherapie und Innenarchitektur und arbeitete zunächst lange Jahre als selbständige Innarchitektin im Planungsbüro Raumwerkstat, vor allem im sozialen Bereich für Schulen, Krankenhäuser oder Kindertagesstätten. Berufsbegleitend absolvierte sie eine Fortbildung zur Kulturmanagerin an der Leibniz-Universität Hannover und war seit 2002 in der Henriettenstiftung Hannover zuständig für Kulturmanagement, Projektleitung und Hausmanagement Schwesternschaft.

Die 57-Jährige bringt vielfältige Erfahrungen im Bereich der Ausstellungskonzeption und Projektleitung mit. So konzipierte und leitete sie das Erinnerungskulturprogramm der Henriettenstiftung „ZeitFenster – Erinnern, Gestalten, Bewahren“ ebenso wie die halbjährigen Jubiläumsfeierlichkeiten der Henriettenstiftung im Jahr 2010. Auf dem Salemsfriedhof der Henriettenstiftung entwickelte sie den „Pfad der Erinnerung“.

2014 gestaltete sie zusammen mit ihrer Kollegin Claudia Peter für die Landeskirche die Ausstellung „Angekommen! Der lange Weg der Frauen ins Pfarramt“. „Das war eine interaktive Ausstellung“, erinnert sich Tüpker. „Die Besucherinnen konnten an einem Spiel teilnehmen und an den einzelnen Stationen immer wieder Neues über den Weg der Frauen ins Pfarramt erfahren.“

Nun steht sie vor einer neuen Herausforderung: „Aus dem großen Paket Reformation einen Teilaspekt, nämlich die Taufe, zu gestalten und erlebbar zu machen, das ist für mich eine sehr reizvolle Aufgabe. Vor allem, da dieses in einem festen, ganz alltäglichen Raum geschieht, dem Ladenlokal, das die Landeskirche angemietet hat“, sagt Tüpker.

Tüpker wohnt in Wennigsen und hat zwei erwachsene Kinder.