Ankommen - Ausstellung im HkD

Nachricht 12. Juli 2016

„Ankommen“ lautet der Titel einer Ausstellung, die noch bis zum 26. August im Haus kirchlicher Dienste Bilder zu sehen sein wird. Gezeigt werden Bilder und Fotos von einer Künstlerin und einem Künstler aus dem Iran, die auf dem Weg sind, in Deutschland anzukommen.

„Angekommen ist man, wo das Herz ohne Scheu lachen und in Ruhe seine Tränen trocknen lassen kann“, sagt Waltraud Kämper, Referentin für den kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) im Haus kirchlicher Dienste, die die Ausstellung organisiert hat. Entstanden ist das Projekt, um künstlerisch begabten Menschen einen Rahmen zu bieten, in dem sie sich einmal nicht als Flüchtlinge, sondern als Menschen mit Potenzialen sehen und zeigen können.

Elham Emambakshs beschäftigt seit Jahren, dass Frauen in der ganzen Welt Unfreiheit und Diskriminierungen ausgesetzt sind und gerade auch in ihrem Heimatland Iran großen Druck erfahren. Die in Teheran geborene Künstlerin verwendet kräftige Farben für ihre Bilder: Rot als Farbe für Leidenschaft und Liebe, aber auch für Aggression und Zorn prägt viele ihrer Bilder. Die Frauen auf den Bildern der 29-Jährigen spiegeln Schmerzen, Leid und Einsamkeit, aber meist gibt es auch Kraft und einen Hoffnungsschimmer zu entdecken, der etwa durch einen schmalen sonnenorange-farbenen Pinselstrich angedeutet wird.

Ardeschir Hosseini, geboren 1964, ist von Beruf Druckvorlagenhersteller. Er zeigt in der Ausstellung Fotoarbeiten. Das Abbild eines Gebäudes oder einer Blume ist für ihn dabei nicht starr und endgültig. Durch Fotomontage und Verfremdung schafft er neue Wirklichkeiten oder Scheinwirklichkeiten.

Beide Ausstellenden nehmen an dem Flüchtlingspaten-Projekt Ponte teil Mehr zu dem Projekt erfahren Sie hier: www.kirchliche-dienste.de

Die Ausstellung kann montags bis donnerstags zwischen 8 und 18 Uhr und freitags bis 16 Uhr im Haus kirchlicher Dienste besichtigt werden.