Niedersachsen packt an

Nachricht 08. Januar 2016

Haus kirchlicher Dienste unterstützt Initiative „Niedersachsen packt an“ 

Das Bündnis „Niedersachsen packt an“  wurde ins Leben gerufen, um ein Zeichen für die Menschen zu setzen, die tagtäglich vor Terror und Krieg nach Europa fliehen. Schon über 1300 Menschen, unter ihnen Institutionen und Einzelpersonen, unterstützen den Aufruf mit der Botschaft: „Gemeinsam packen wir an – für das Niedersachsen, in dem wir gemeinsam leben wollen!“

Auch einige Referentinnen und Referenten des Hauses kirchlicher Dienste unterzeichneten den Aufruf, der durch das Land Niedersachsen, die evangelische Kirche in Niedersachsen, das Bistum Hildesheim, Unternehmerverbände und den Deutschen Gewerkschaftsbund ins Leben gerufen wurde.

Zusätzlich zu dem abgegebenen Statement unter www.niedersachsen-packt-an.de folgen aber auch Taten: Unter ihnen ist auch Handwerkspastor Claus Dreier. „Initiative Lernwerkstatt“ lautet sein Plan zur Integration von Flüchtlingen in die Gesellschaft. In Kooperation mit dem Handwerk sollen in ostfriesischen Flüchtlingsunterkünften Werkstätten mit grundlegendem Handwerkszeug errichtet werden. „Viele Flüchtlinge sind mit unseren Werkzeugen nicht vertraut“, so Dreier. Durch pensionierte Handwerksmeister und andere freiwillige Helfer sollen so handwerkliche Grundkenntnisse, aber auch Sicherheitsvorschriften vermittelt werden. Außerdem finde durch das gemeinsame Arbeiten eine Kommunikation statt. Der Spracherwerb werde so gefördert und ein Einstieg in die Gesellschaft wird ermöglicht.

Eine Schwierigkeit bereitet bislang die Finanzierung, Anträge an das Landeskirchenamt sind gestellt und auch Spenden sind willkommen.
„Bei Erfolg könnte Ostfriesland sogar ein Pilotprojekt gewesen sein“, schließt Dreier optimistisch.

Mit der Teilnahme an dem Bündnis stellt sich das Haus kirchlicher Dienste somit an die Seite von Ralf Meister, Landesbischof der hannoverschen Landeskirche, und Ministerpräsident Stephan Weil, die sich klar für das Projekt ausgesprochen und mitinitiiert haben.

Der Aufruf kann auf der Website von "Niedersachsen packt an!" unterzeichnet werden.