Preis für Verdienste im christlich-jüdischen Dialog

Nachricht 15. Februar 2016

Der Granatapfel ist ein gutes Beispiel dafür, wie eine Frucht viele neue Früchte hervorbringen kann. Deshalb hat der Verein „Begegnung – Christen und Juden. Niedersachsen“ ihn zum Symbol des Blickwechsel-Preises gemacht, einer Auszeichnung für langjähriges oder innovatives Engagement im christlich-jüdischen Dialog. Vorschläge für die Preisträgerin oder den Preisträger 2016 können noch bis zum 1. März eingereicht werden.

Die ideelle, undotierte Auszeichnung, die dieses Jahr erstmalig unter der Schirmherrschaft von Landesbischof Ralf Meister verliehen wird, steht für einen Austausch zwischen den Religionen auf Augenhöhe. Im vergangenen Jahr erhielt ihn Rachel Dome, die Vorsitzende der Liberalen jüdischen Gemeinde Hameln. „Bücher und Vorträge reichen nicht. Eine interreligiöse Gesellschaft entsteht nur, wenn man einander begegnet“, sagt sie zur Begründung ihres Engagements. Vor Dohme wurden Bärbel Zimmer, Elke von Meding und Hans-Joachim Schreiber ausgezeichnet. Erster Preisträger war 2007 Dr. Gábor Lengyel, Rabbiner der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover. „Mit dem Preis wollen wir Engagement im christlich-jüdischen Dialog, das oft nicht wahrgenommen und selten angemessen geschätzt wird, in den Blickpunkt rücken“, sagt Ursula Rudnick, Studienleiterin des Vereins und zugleich Referentin für Kirche und Judentum im Haus kirchlicher Dienste.

Die neue Preisträgerin oder der neue Preisträger wird beim Sommerfest des Vereins im August in Hannover ausgezeichnet. Vorschläge mit einer Beschreibung der Tätigkeit der Person auf dem Gebiet des christlich-jüdischen Dialogs in Niedersachen werden erbeten an den Vorstand des Vereins Begegnung-Christen und Juden Niedersachsen e.V., zu Händen Professorin Dr. Ursula Rudnick, Archivstr. 3, 30159 Hannover, E-Mail: ursula.rudnick@evlka.de. Die Preisverleihung findet statt am Sonntag, 7. August, im Gemeindehaus der Petri-Gemeinde, Dörriesplatz, in Hannover. Beginn ist um 15 Uhr.