Höchste Umweltnorm auf kirchlichem Friedhof

Nachricht 13. Dezember 2016

Erstmals ist ein Friedhof in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers gemäß der höchsten europäischen Umweltnorm zertifiziert worden. Am Samstag, 3. Dezember, wurde der Friedhof der evangelischen Kirchengemeinde St. Remigius in Suderburg erfolgreich ausgezeichnet. Er ist damit der erste Friedhof in der, der sich der höchsten europäischen Umweltnorm stellt und an die Norm „EMAS III“ (European Management and Audit Sceme) anlehnt. Die Kirchengemeinde ist schon seit Jahren zertifizierte „Grüne-Hahn-Gemeinde“.

Günther Schröder, pensonierter Bauingenieur, nahm als Umweltmanagementbeauftragter der Gemeinde am Ausbildungskurs des Arbeitsfeldes „Umwelt- und Klimaschutz“ im Haus kirchlicher Dienste zum Aufbau des Umweltmanagementsystems für kirchliche Friedhöfe teil. Suderburg ist damit der erste von zwölf Friedhöfen, dem durch die Auszeichnung bestätigt wird, dass sie erfolgreich das Managementsystem aufgebaut hat.

Zum Umweltmanagement gehört eine detaillierte Bestandserfassung der Flächen und Gebäuden, eine Bewertung der erfassten Umweltauswirkung und ein Umweltprogramm, das zum Ziel hat, kontinuierlich die Umweltauswirkungen zu verbessern. Neben den klassischen Themen - wie Energieverbrauch in der Kapelle zu überprüfen und möglichst zu reduzieren - stehen beim Friedhof die Flächen im Vordergrund. Die Suderburger wollen Trockenrasen anlegen, Bäume und Hecken pflanzen und ein Heißwassergerät zur Bekämpfung der Wildkräuter auf den Wegen kaufen, sowie die Biodiversität auf ihrem Friedhof steigern.
Der nächste Kurs zum Aufbau des Umweltmanagementsystems für kirchliche Friedhöfe beginnt am Samstag, 13. Mai. Voraussetzung dafür ist die Teilnahme am eintägigen Seminar „Überhangflächen auf kirchlichen Friedhöfen“ in der Vergangenheit oder am 18. Februar.