VW: Gebetsnetz bis Braunschweig und Mexiko

Nachricht 16. August 2016
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Bild Peer-Detlev Schladebusch im Interview mit Stephan Vahldiek (rechts) Foto privat

Unter dem Motto „Neu durchstarten“ feierten am 12. August über 60 VW-Mitarbeitende zum zweiten Mal einen ökumenischen Gottesdienst in Wolfsburg. Das Netzwerk „Christen bei Volkswagen“ (CVW) freute sich dabei auch über einen offiziellen Gruß der Gebetskreise aus Puebla/Mexiko. Dort startete Paty Rodriguez 2007 einen ersten Gebetskreis. Mittlerweile gibt es dort viele Gebetskreise über das ganze Werk verteilt.

Der Sprecher des Netzwerks Christen in der Automobilindustrie (CAI), Pastor Peer-Detlev Schladebusch (Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt, Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers) betont, dass das Gebet Grenzen überwindet und Menschen im ganzen Konzern Mut macht, ein neues Miteinander am Arbeitsplatz zu leben, das von Respekt, persönlicher Verantwortung, Fairness und Glaubwürdigkeit geprägt ist: „Diese Menschen setzen sich für ihre Kollegen ein, wenn sie krank sind oder andere persönliche Probleme haben. Manchmal werden ihnen auch von Nichtchristen Gebetsanliegen angetragen. Man betet auch für die Führungskräfte und Betriebsräte in den Unternehmensteilen, damit die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Ich erlebe auch bei meinen Besuchen anderer Gebetskreise der Konzernmarken immer wieder, dass Christen einen wichtigen Beitrag zur Unternehmenskultur und letztlich auch zum Erfolg des Unternehmens leisten. Gerade in dieser schwierigen Zeit der letzten 11 Monate zeigt sich das ganz deutlich.“

So berichtete auch Stephan Vahldiek (Volkswagen Qualitätssicherung) im Gottesdienst über die Gebetskreise in Wolfsburg, die sich einmal in der Woche an verschiedenen Orten in der Mittagspause treffen. Einer der Gebetskreise beschäftigt sich aktuell gerade mit Passagen der Evangelien, in denen vom Tun Jesu und seinen Worten die Rede ist und fragt sich, was das für des eigene Leben bedeutet. Weitere Gebetskreise bei Volkswagen gibt es in Braunschweig und Hannover. Auch bei den Konzernmarken Audi und Porsche treffen sich Christen außerhalb der Arbeitszeit zum Gebet.
Dechant Thomas Hoffmann gestaltete die Predigt und hob in der Auslegung der Erzählung von der Heilung eines Gelähmten (Markus 2,1-12) die Freude und Chance des Neuanfangs hervor. Das Mittragen der Schwachen und die Möglichkeiten Gottes im eigenen Leben sind für ihn Aufgabe und Zusage. Wen Christus verändere, könne wirklich neu durchstarten: „Das haben die Jünger Jesu am eigenen Leibe erlebt, als sie nach dessen Tod und Auferstehung die Botschaft in die Welt getragen haben“.
 

Zum Hintergrund: „Christen bei Volkswagen“ (CVW) ist ein überkonfessionelles Netzwerk von Kolleginnen und Kollegen, die aus Überzeugung christliche Grundwerte und soziale Verantwortung in den Mittelpunkt ihres Arbeitslebens rücken. Kern von CVW sind ökumenische Gebets- und Gesprächskreise bei Volkswagen, die es zum Beispiel an den vielen Standorten des Konzerns gibt. Die Treffen finden unternehmensintern außerhalb der Arbeitszeiten statt. Einen kostenlosen Newsletter kann man unter www.c-a-i.info bestellen.
Über das Netzwerk Christen in der Automobilindustrie (CAI) laden Gebetskreise verschiedener Hersteller zu externen Veranstaltungen ein. Schladebusch: „In Kürze sind wir auch wieder bei der Nutzfahrzeug-IAA in Hannover: Wir freuen uns über Besuche unserer täglichen ökumenischen Mittagsgebete vom 22. bis 29. September von 12 bis 12.30 Uhr in der Messekapelle des Messezentrums Hannover.“