Gründung eines Landesarbeitskreises Kirche und Sport in Niedersachsen

Nachricht 19. April 2016
Foto: Jens Schulze/HkD

Die kirchliche Sportarbeit nimmt Fahrt auf. Am 14. April haben die Sportbeauftragten der Gliedkirchen der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen einen „Landesarbeitskreis Kirche und Sport in Niedersachsen“ bei einer Tagung im Haus kirchlicher Dienste (HkD) in Hannover gegründet. Damit wird eine Gesprächsebene eröffnet, auf der sich die Kirchen mit den niedersächsischen Sportverbänden, der Sportwissenschaft, dem Sportjournalismus und der Sportpolitik vernetzen. Der Arbeitskreis soll Verbindungen schaffen und partnerschaftliche Beziehungen ermöglichen.

„Bislang fehlte diese verlässliche Arbeitsebene“, sagt Pastor Henning Busse, Referent für Kirche und Sport im HkD der Hannoverschen Landeskirche. „Die punktuelle Zusammenarbeit zwischen Kirche und Sport bekommt auf diese Weise eine feste Basis.“

Weil der Sport in seinen Dachverbänden auf Landesebene organisiert ist, haben sich die niedersächsischen evangelischen Kirchen zusammen getan, um den partnerschaftlichen Dialog zu fördern. Sie laden Praktiker und Verantwortliche aus dem Sportbereich zur Zusammenarbeit in diesem Arbeitskreis ein, den kommissarisch Oberkirchenrat Detlef Mucks-Büker aus Oldenburg leitet. Gesellschaftliche Herausforderungen wie Integration und Inklusion, ganzheitliche Bildung, Verantwortung, Solidarität und soziale Kompetenz können gemeinsam aufgegriffen und bearbeitet werden. Denkbar sind gemeinsame Projekte, in denen die Akteure von Kirche und Sport ihre Kräfte bündeln und die Entwicklung des Gemeinwesens fördern.
Begegnung auf Augenhöhe hat der Arbeitskreis zum Ziel, damit eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gelingt. Impulse sollen von der gemeinsamen Arbeit ausgehen, die sowohl in Spitzengesprächen bearbeitet werden können, aber auch bis in die Kirchengemeinden und Sportvereine vor Ort ausstrahlen. „Statt eines unbeteiligten Nebeneinanders oder sogar Konkurrenzsituationen kann ein Schulterschluss gelingen, wenn gemeinsame Ziele identifiziert werden, die den Menschen dienen“, erläutert Busse.

Sportliche Ambitionen und spirituelle Haltung schließen sich nicht aus. „Persönlicher Glaube und Körperbewusstsein lassen sich zusammen denken und können positive Handlungsansätze freisetzen. So wie viele Menschen beide Lebensbereiche integrieren, lässt sich auch in der Bearbeitung gemeinsamer Themenfelder ein Gewinn für alle erzielen“, so Busse abschließend.