Christen in der Autoindustrie: Verlorenes Vertrauen zurückgewinnen

Nachricht 23. September 2015
Der Sprecher der Initiative und Pastor für Arbeit, Wirtschaft und Soziales in der Hannoverschen Landeskirche, Peer-Detlev Schladebusch, auf der IAA. Foto: Bernd Oettinghausv

Das Netzwerk „Christen in der Automobilindustrie“ will helfen, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Das sagte der Sprecher der Initiative und Pastor für Arbeit, Wirtschaft und Soziales in der hannoverschen Landeskirche, Peer-Detlev Schladebusch (Celle), der Evangelischen Nachrichtenagentur idea am Rande der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt am Main. Er nahm damit Bezug auf den während der Autoschau bekannt gewordenen Skandal um Manipulationen bei der Messung von Abgaswerten bei deutschen Diesel-Fahrzeugen von VW in den USA. Gerade die Aufgabe von Christen in Firmen sei es, eine Sensibilität für ehrliches und nachhaltiges Handeln zu schaffen. In einer Andacht unterstrich Schladebusch die Bedeutung der Berufung in der Arbeitswelt. Weil Gott die gesamte Schöpfung in seinen Händen halte, sei es auch kein Zufall, dass jemand genau seinen Platz im jeweiligen Unternehmen habe. Dort gelte es, Gott und den Menschen zu dienen. Dazu gehörten auch gute Arbeitsleistungen. Schladebusch machte Mut, sich auch am Arbeitsplatz zum christlichen Glauben zu bekennen. Im Austausch regten die rund ein Dutzend Teilnehmer des Treffens an, künftig auch auf der IAA regelmäßig ein ökumenisches Mittagsgebet zu organisieren. Zudem wolle man die Kontakte zwischen den einzelnen Gebetskreisen – etwa bei VW, Daimler, BMW, Opel und Zulieferfirmen – ausweiten und so das Netzwerk stärken. Ziel sei es, als Christ noch überzeugender am Arbeitsplatz wirken zu können. Das Netzwerk „Christen in der Automobilindustrie“ hat Kontakt zu rund 1.000 Mitarbeitern in der Automobilindustrie – meist mit Leitungsverantwortung.  Idea 22.9.