„Initiative Gemeinwesendiakonie“ startet mit Infotag

Nachricht 05. Oktober 2015

Mit der „Initiative Gemeinwesendiakonie“ startet am Samstag, 14. November ein - in dieser Form bisher einmaliges - Projekt in der Hannoverschen Landeskirche mit einem Infotag in Hannover.

Zehn Kirchengemeinden in der Landeskirche haben zukünftig die Möglichkeit, ihre Gemeinde oder ihren Stadtteil besser kennenzulernen und aktiv mit zu gestalten. Dabei wird voraussichtlich das ein oder andere Projekt entstehen. „Es geht aber vor allem um die Haltung, wie ich Menschen und andere Akteure miteinbeziehe und gemeinsam mit ihnen den Stadtteil oder das Dorf gestalte“, sagt Projektleiter Peter Meißner.

Demografischer Wandel oder die Arbeit mit den Flüchtlingen sind nur zwei der aktuellen Themen, denen sich Gemeinden stellen. Einige Ortsgemeinden haben bereits gezeigt, wie Kirche und Gemeinden durch Aktionen und Projekte eine andere Wahrnehmung in der Gesellschaft bekommen. „So berichtet ein Kontaktbeamter der Polizei in Bremervörde, dass sich durch die Anwesenheit und Arbeit des dortigen Mitarbeiters aus dem Stadtteilladen der Auferstehungsgemeinde, die Zahl der kriminellen Handlungen im Stadtteil verringert habe. Freizeitangebote, Hausaufgabenhilfe und die Möglichkeit dort etwas zu essen, geben vielen Kindern eine Orientierung, die sie heute mehr denn je brauchen“ erzählt Sozialarbeiter Meißner.

Als weiteres Beispiel nennt der Referent im Haus kirchlicher Dienste ein Forum in Uslar, das benachteiligte Menschen aus dem Stadtteil befähigt, sich an die Politik zu wenden, um erfolgreich für ihre Rechte zu kämpfen. Dies alles gehöre zum weiten Feld der Gemeinwesendiakonie.

Am 14. November können Kirchengemeinden neben diesen beiden Projekten weitere Projekte und den Ansatz von Gemeinwesendiakonie kennen lernen. Der Infotag im Stephansstift in Hannover mit Referaten und einem „Markt der Möglichkeiten“ mit Projektpräsentationen beginnt um 10.30 Uhr  und endet um 16 Uhr. Die „Initiative Gemeinwesendiakonie“ ist ein gemeinsames Projekt des Hauses kirchlicher Dienste, der Diakonie in Niedersachsen und des Sozialwissenschaftliche Institut der Evangelischen Kirche in Deutschland“.