Junge geht nach Tostedt und Buchholz

Nachricht 11. Mai 2015
Die bisherige Referentin für Schülerinnen- und Schülerarbeit Gudrun Junge geht zum 1. Juni als Pastorin an die Johannesgemeinde Tostedt und als Schulpastorin an die BBS Buchholz. Foto: Jens Schulze/HkD

Die Referentin für Schülerinnen- und Schülerarbeit Gudrun Junge beendet ihre Arbeit im Haus kirchlicher Dienste (HkD). Sie geht ab dem 1. Juni mit einer halben Stelle als Pastorin in die Evangelisch-lutherische Johannesgemeinde Tostedt und mit einer weiteren halben Stelle als Schulpastorin an die berufsbildenden Schulen (BBS) in Buchholz. Junge war seit 2007 im Landesjugendpfarramt vor allem für die Kooperation von Jugendarbeit und Schule und da besonders die Sekundarstufe II zuständig.

„Meine Zielgruppe waren die Jugendlichen nach der Konfirmation. Sie stehen unter anderem vor der Frage, was mache ich mit meinem Leben?“, beschreibt Junge ihr bisheriges Arbeitsfeld. „Dafür wollen wir Angebote machen.“ So organisiert die Schülerarbeit zum Beispiel Informationstagungen, auf denen kirchliche Berufe vorgestellt werden, wie Diakonin, Pastor und Religionslehrerin. Andere Seminarangebote sind zum Beispiel Rhetorik-Trainings und die „Orientierungstage“ für 9. und 10. Klassen. Auch das Schülerforum wird von der Schülerinnenarbeit mit vorbereitet.

Arbeit mit Jugendlichen: "Wer bin ich? Was kann ich?"

Im Rahmen ihrer Arbeit ist Junge viel gereist. Sie hat Vorträge und Workshops gehalten, ist zu Kirchenkreiskonferenzen gefahren und hat Fortbildungen für Diakone, Pastorinnen und Religionslehrer geleitet. Vor allem aber ist sie zusammen mit Schülerinnen unterwegs gewesen. „Bei den Orientierungstagen fahren wir mit Jugendlichen aus mehreren Klassen für drei Tage in eine Jugendbildungsstätte, oft in den Evangelischen Jugendhof Sachsenhain. Dort geht es dann um die Themen ‚Wer bin ich? Was kann ich? Was will ich?‘“, erzählt Junge. „Wir arbeiten mit erlebnispädagogischen Methoden, so dass die Schüler neue Erfahrungen sammeln können und diese dann reflektieren. So lernen sie viel über sich selbst, was ihnen gut tut, mit wem sie gut zusammenarbeiten können und was zu ihren Stärken und Schwächen gehört.“ Das kann den Jugendlichen helfen bei der Frage, wie sie ihr zukünftiges Leben gestalten wollen. Die Seminare sind von einem christlichen Menschenbild geprägt und es gibt morgens und abends Andachtsimpulse. Eine gute Kooperation mit Lehrkräften, den Kirchenkreisjugenddiensten und den Teamerinnen der Schülerarbeit ist die Grundlage für solche Angebote.

Liebe zur Team-Arbeit

Die Arbeit im Team liegt Junge. „Ich konnte viel zusammen mit Kolleginnen und Kollegen entwickeln. Für die ‚Orientierungstage‘ haben wir auch jugendliche Teamer aus den Kirchenkreisjugendkonventen. Manche bleiben auch dabei, wenn sie schon im Studium oder der Ausbildung sind.“ Junge merkt aber auch, dass es schwieriger wird, Jugendliche zu gewinnen: „Sowohl die Umstellung auf das Bachelor-Master-System, als auch die Umstellung auf das G8-Abitur haben wir deutlich gemerkt. Auf einmal hatten die Schüler weniger Spielraum, die gestiegenen Leistungsanforderungen waren deutlich zu spüren.“

Vor ihrer Zeit im HkD hat Junge bereits in der Schule gearbeitet: Nach dem Vikariat war sie Schulpastorin in Buxtehude. Danach war sie Pastorin in der Kirchengemeinde Nenndorf im Kirchenkreis Hittfeld, bevor sie 2007 zur Schülerinnenarbeit wechselte.

Jetzt freut sie sich darauf, die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern an der BBS in Buchholz fortführen zu können und in Tostedt in einer Kirchengemeinde in einem Team-Pfarramt tätig zu sein. „Mich reizt, dass die Gemeinde so vielfältig ist“, sagt die 54-Jährige. „Es gibt eine sozialdiakonische Ausrichtung mit Internationalem Café und Hospizarbeit ebenso wie die Kirchenmusik. Und nicht zuletzt – eine schöne Kirche!“

Verabschiedet aus ihrer bisherigen Tätigkeit wird Junge bei der Tagung der Landesjugendkammer im Oktober.