Das Kreuz im Fokus

Nachricht 19. März 2015

Die Materialien zum Ökumenischen Kreuzweg der Jugend 2015 sind erschienen

Hinsehen und helfen oder den Leidenden bloßstellen und sich an seinem Leid ergötzen? Mit diesen Spannungsfeldern von Leid und Tod beschäftigt sich der Ökumenische Kreuzweg der Jugend in diesem Jahr. Unter dem Titel „Im Fokus: Das Kreuz“ bereiten die Materialien diese Ambivalenz auf und wollen dazu anregen, den Blick für das Wesentliche im Leben zu schärfen: Vom Blick auf den Tod her wird klar, was das Leben ist; und von da, was der Mensch ist. „Der Ökumenische Kreuzweg der Jugend 2015 sucht von unserem Leben, von dieser Gegenwart aus den Blick auf Jesus, auf seinen Weg ans Kreuz und seinen Tod. Jesus ist schutzlos – und Gott lässt sich in Jesus ‚blicken‘“, heißt es dazu im Infojournal zum Kreuzweg. Am Freitag vor Palmsonntag, am 27. März, werden wieder deutschlandweit zehntausende junger Christinnen und Christen den Jugendkreuzweg beten und so die Leidensgeschichte von Jesus „fokussieren“.

Die Kreuzwegstationen entstammen einer Gestaltung von Kupferblechen, die ehemals die Kirchtürme der alten Stiftskirche in Bücken (Niedersachsen) zierten. Die daraus entstandenen in Grün- und Rottönen gehaltenen Werke des Künstlers ‚Pablo' Holger Hirndorf zeichnen sich durch ihre Kraft und Ruhe aus. Für den Kreuzweg der Jugend wurden sie von Bernd Arnold fotografisch in Szene gesetzt. Die bundesweite Eröffnung des ökumenischen Jugendkreuzwegs in Federführung des Landesjugendpfarramtes im Haus kirchlicher Dienste ist in Bücken am 20. März im Rahmen des Themen-Jahres „Reformation und Bild“.

1958 begann der Jugendkreuzweg als „Gebetsbrücke“ zwischen jungen katholischen Christinnen und Christen in der Bundesrepublik und der ehemaligen DDR; seit 1972 wird er ökumenisch gebetet. Heute überbrücken die gemeinsamen Worte Konfessionen, Gesinnungen, Generationen. Mit jährlich knapp 60.000 Teilnehmenden gehört er heute zu den größten ökumenischen Jugendaktionen. Auch in den Niederlanden, Österreich und den deutschsprachigen Teilen von Luxemburg, Belgien und der Schweiz beten ihn junge Christinnen und Christen.

Träger des Ökumenischen Kreuzwegs der Jugend sind die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej), die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).