Neue Referentin im Landesjugendpfarramt

Nachricht 09. Juni 2015
Franziska Horn ist seit 1. Juni neue Referentin für Ökumene, Internationale Arbeit und Umweltbildung im Landesjugendpfarramt im Haus kirchlicher Dienste (HkD). Foto: Gunnar Schulz-Achelis/HkD

Mit Franziska Horn hat das Landesjugendpfarramt im Haus kirchlicher Dienste (HkD) seit dem 1. Juni eine neue Referentin für Projekte im Bereich Ökumene, internationale Arbeit und Umweltbildung. Horn übernimmt die Stelle von Hannelore Köhler, die sich Ende 2014 aus der Jugendarbeit verabschiedet hatte. Zu den bisherigen Aufgaben ist nun die Umweltbildung hinzugekommen.

Horn hat sich während ihres Studiums der Erziehungswissenschaft auf die Schwerpunkte Migration und Bildung spezialisiert. In ihrer Masterarbeit hat sie sich mit der Situation von unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen in Deutschland auseinandergesetzt. „Diese Jugendlichen haben es besonders schwer“, sagt die 27-Jährige. „Mir ging es darum, Möglichkeiten vorzustellen, wie sie unterstützt werden können.“ Horn bringt auch eigene Auslandserfahrungen mit: Nach dem Abitur war sie drei Monate in den USA, später hat sie ein halbes Jahr in Portugal studiert.

Internationale Woche

Jetzt sind Horns Erfahrungen in der Internationalen Jugendarbeit gefragt. Sie hat während des Studiums ein halbes Jahr im Büro der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (IJGD) gearbeitet und selbst Workcamps geleitet, die vom IJGD organisiert werden. „Bei so einem Camp kommen ca. 15 Jugendliche aus verschiedenen Ländern zusammen, um gemeinsam an einem Thema zu arbeiten oder etwas zu entwickeln, zum Beispiel einen Insekten-Lehrpfad“, erzählt Horn.

Ein ganz ähnliches Projekt wird sie nun auch für die Jugendarbeit der Landeskirche durchführen. Seit 2008 gibt es die Internationale Woche, bei der Jugendliche aus Deutschland und aus Partnerschaftskontakten einzelner Kirchenkreise zu verschiedenen Ländern für eine Woche zusammenleben, um ein Thema gemeinsam zu erarbeiten. Auf dem Landesjugendcamp bringen sie sich selbst und dieses Thema dann im „Global Village“ ins Camp-Leben mit ein.

"Grüne Ideen"

Im Bereich der Umweltbildung ist eines der Projekte, die Horn leiten wird, bereits angelaufen. Unter dem Motto „Grüne Ideen“ sind Jugendliche aufgerufen, kreative Ideen zu entwickeln für „Veranstaltungstechnik auf der grünen Wiese“. Auflage ist, dass diese Ideen nachhaltig und ressourcenschonend sind. Dabei arbeiten jeweils Jugendliche aus der kirchlichen Jugendarbeit in einem Tandem zusammen mit Schülerinnen und Schülern aus berufsbildenden Schulen. Für die konkrete technische Entwicklung ist eine Förderung bis zu 15000 Euro möglich. Im Oktober und Dezember 2015 wird in zwei Auswahlschritten entschieden, welche Projektideen besonders gefördert werden. Beim Landesjugendcamp 2016 kommen die fertigen Ideen dann zum ersten Mal zum Einsatz. Bereits im Jahr 2010 hatten Jugendliche von den Berufsbildenden Schulen Wilhelmshaven eine von ihnen gebaute mobile Soldardusche vorgestellt und damit den Grundstein für weitere nachhaltige Idee bei den Folgecamps gelegt.

Neben der Planung, Organisation und Durchführung von multinationalen Projekten wird Horn die Gremien und Ausschüsse der Landesjugendkammer themenorientiert begleiten und in den Gremien der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend Niedersachsen e.V. (aejn) mitarbeiten. Auch Planungen für Veranstaltungen im Rahmen des Reformationsjubiläums werden zu ihren Aufgaben gehören.

Horn ist in Kleinenbremen aufgewachsen und in Bückeburg zur Schule gegangen. Nach der Schule und während des Studiums hat sie Praktika in unterschiedlichen pädagogischen Bereichen absolviert, darunter in einer Tagesgruppe für Kinder, im Jugendmigrationsdienst, in der Freizeitpädagogik und in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Studiert hat sie in Münster, Oldenburg und Porto (Portugal).