Helmke für zwei Jahre verabschiedet

Nachricht 15. Juni 2015
HelmkevorHkDWand
Dr. Julia Helmke hat das Arbeitsfeld „Kunst und Kultur“ zehn Jahre im Haus kirchlicher Dienste geleitet.

„Kirche in Zeitgenossenschaft braucht zeitgenössische Kunst“ sagte Pastorin Dr. Julia Helmke in ihrer Abschiedspredigt am Freitag, 12. Juni in Hannover. Die frühere Beauftragte für Kunst und Kultur im Haus kirchlicher Dienste der Hannoverschen Landeskirche verstand ihre Aufgabe als „Über-setzungs-Arbeit“ zwischen Kunst und Kultur mit ihren je eigenen Sprachwelten und institutionellen Gegebenheiten. Seit Februar leitet die 46-Jährige das Grundsatzreferat "Gesellschaftspolitische Grundsatzfragen, Integration und Migration, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Kunst und Kultur" im Bundespräsidialamt, und zwar bis zum Ende der Amtszeit von Bundespräsident Joachim Gauck im März 2017.

Im Kreis von Kollegen im Haus kirchlicher Dienste, Vertretern der Landeskirche und der Kultur verabschiedete sie sich mit einem Gottesdienst in der Neustädter Hof- und Stadtkirche.

Oberlandeskirchenrat Dr. Klaus Grünwaldt hob hervor, sie habe mit Engagement, Kompetenz und geistlicher Erdung ihr Haus gut bestellt, habe junge Theologinnen für das Arbeitsfeld gewonnen und mit ihm in Verbindung gehalten und zum Beispiel den „Aschermittwoch der Künste in die Fläche der Landeskirche“ gebracht. Ministerialdirigentin Dr. Annette Schwandner vom niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur meinte, Helmke habe das Arbeitsfeld „zu einem ganz, ganz wichtigen kulturpolitischen Akteur“ gemacht, zum Beispiel mit dem 2010 und 2013 verliehenen Kulturpreis. In ihrer „großartigen Arbeit“ habe Helmke immer wieder Bündnisse geschmiedet. Pastor Dietmar Adler vom Arbeitskreis „Kirche und Film“ tröstete sich über ihren befristeten Weggang damit, dass ihre Fähigkeiten wie Sensibilität für die Kirchengemeinden, Beharrlichkeit und Kommunikationsfähigkeit ja nun in der neuen Position dem gesamten Staat zu Gute kämen. Der Filmkenner und frühere Hannoversche Stadtsuperintendent Hans Werner Dannowski erinnerte an ihren Start vor zehn Jahren und lobte die „offene Verlässlichkeit“ und guten Sprachkenntnisse der ehrenamtlichen Präsidentin von Interfilm, der ökumenischen internationalen Filmorganisation.

Der Direktor des Hauses kirchlicher Dienste Ralf Tyra sprach von einer „super Zusammenarbeit“ mit ihr, auch als stellvertretende Direktorin des Hauses und Leiterin des Fachbereiches „Kirche im Dialog“, den sie zehn Jahre geführt hat.