Diskussion über "gute Arbeit"

Nachricht 15. Juni 2015
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Der Schornstein soll rauchen, was gut für Arbeitnehmer und Arbeitgeber ist. Aber wird die Würde des Menschen geachtet und immer ein angemessener Lohn gezahlt, fragt man sich in der Kirche und lädt zu zwei Diskussionen darüber im Juli in Hannover und Osnabrück ein. Foto: Ulrich Willmünder/Fotolia

Spitzenvertreter von Gewerkschaften und Unternehmen diskutieren in Kirchen darüber, was gute Arbeit ist. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat kürzlich eine neue Denkschrift veröffentlicht mit dem Titel „Solidarität und Selbstbestimmung im Wandel der Arbeitswelt“. Unter dem Motto „Arbeiten 4.0 – solidarisch und selbstbestimmt“ lädt der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) ein am Dienstag, 7. Juli, 18 bis 20 Uhr in die Apostelkirche Hannover und am Donnerstag, 9. Juli, 19 bis 21 Uhr in die Marienkirche Osnabrück. In Hannover diskutieren der niedersächsische Bezirksvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Hartmut Tölle mit Dr. Volker Müller, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsens (UVN) und Gerhard Klaus, Schulleiter der Berufsbildenden Schulen Burgdorf. Zuvor werden in die Denkschrift Dr. Ralph Charbonnier, Referent für Fragen der Sozial- und Gesellschaftspolitik der EKD und Prof. Dr. Gerhard Wegner vom Sozialwissenschaftliches Institut der EKD einführen. Das Gespräch moderiert der NDR-Hörfunk Journalist Dr. Ludger Vielemeier.

Zwei Tage später in Osnabrück wird der KDA-Referent Dr. Matthias Jung die Diskussion zwischen Prof. Dr. Traugott Jähnichen aus Bochum und Cornelia Coenen-Marx, pensionierte Oberkirchenrätin aus Hannover leiten. Beide sind maßgeblich in der Kammer für soziale Ordnung der EKD bei der Abfassung der Denkschrift beteiligt gewesen.

Die Denkschrift analysiert Veränderungsprozesse in der Arbeitswelt und reflektiert sie sozialethisch. Sieben Jahre nach der Denkschrift „Unternehmerisches Handeln in evangelischer Perspektive“ hebt die neue Denkschrift „die Bedeutung der Sozialpartnerschaft zwischen Gewerkschaften und Arbeitsgeber-Verbänden und ihr gemeinsames Bemühen um gute Arbeit hervor, gerade angesichts vieler prekärer Arbeitsplatzsituationen“, so Landessozialpfarrer Michael Klatt, der die Veranstaltungen mit seinem Team organisiert hat. „Gute Arbeit“ achte die Würde des Menschen und verschaffe ihm ein auskömmliches Einkommen und gesunde Arbeitsbedingungen, so der Theologe weiter. „Gute Arbeitsbedingungen sind gut für den Arbeitnehmer, rechnen sich aber auch für ein Unternehmen“ meint Klatt abschließend.

Die Apostelkirche Hannover ist über die Gretchenstraße in Hannover, U-Bahnlinien 3,7,9 an der Station Sedanstraße, erreichbar und ein kleiner Imbiss schließt sich der Veranstaltung an. Um Anmeldung wird unter Telefon 0511-1241-449, Mail: kda@kirchliche-dienste.de gebeten. Die Marienkirche in Osnabrück liegt direkt am Markt vor dem alten Rathaus. Parken kann man im Parkhaus in der Lohstraße. Infos auch unter www.Kirche-Arbeitswelt.de