Ausstellung: "Wirksam ohne Waffen"

Nachricht 10. Februar 2015

Vom Krieg ist aktuell die Rede in der Ukraine und im Nahen Osten „Gibt es Alternativen zu militärischen Konfliktlösungsstrategien?“ fragt Pastor Lutz Krügener, Beauftragter für Friedensarbeit im Haus kirchlicher Dienste. Ab Aschermittwoch, 18. Februar zeigt er die Ausstellung "Wirksam Ohne Waffen" im Haus kirchlicher Dienste in Hannover bis Dienstag, 17. März.
Diese Ausstellung informiert auf 12 Roll-Ups umfassend über die vielfältigen Möglichkeiten der "zivilen Konfliktlösungen" und zeigt konkrete Alternativen zum militärischen Handeln. Es werden verschiedene Gruppen vorgestellt, die schon seit Jahren erfolgreich in Krisengebieten arbeiten. Beispiele aus Israel/Palästina, dem Kosovo dem Südsudan, Nicaragua sind zu sehen. „Sie wirken vor allem präventiv oder sind auch nötig nach heißen Kriegen, aber auch in akuten Konflikten gibt es nicht-militärische Handlungsalternativen “ weiß Krügener zu berichten. Mit ihm können Führungen durch die Ausstellung unter Telefon 0511/1241-560 oder Mail: kruegener@kirchliche-dienste.de vereinbart werden. Unangemeldet und ohne Eintritt kann man die Ausstellung montags bis donnerstags in der Zeit von 8 bis 18 Uhr ansehen, freitags bis 16 Uhr.
Die Ausstellung wird mit einer Vernissage am Mittwoch, 18. Februar, um 18:18 Uhr im Foyer des Hauses kirchlicher Dienste, Archivstr. 3, eröffnet. Es spricht Christine Schweitzer, Geschäftsführerin des "Bundes für Soziale Verteidigung". Die Friedensforscherin ist seit 2014 zudem Vorsitzende des Rates von WRI (War Resisters International).
Die Ausstellung kann im Anschluss auch verleihen werden.

Das Haus kirchlicher Dienste unterstützt und ergänzt als übergemeindliche Einrichtung die Arbeit der Kirchengemeinden in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Aktuelle Themen und Fragestellungen werden hier aufgegriffen und zentral bearbeitet, so dass die Inhalte für die kirchliche Arbeit vor Ort zur Verfügung stehen. Zu den wesentlichen Aufgaben der Referentinnen und Referenten gehören die Entwicklung und Bereitstellung von Materialien, die Weiterbildung von Haupt- und Ehrenamtlichen, die individuelle Beratung sowie der inner- und außerkirchliche Dialog.

EKD-Friedensbeauftragter: Zivile Konfliktlösung muss stärker in den Blick genommen werden

Der Friedensbeauftragte des Rates der EKD, Renke Brahms, hat anlässlich
der Podiumsveranstaltung „Experten für den Frieden – Deutschlands ziviler
Beitrag zur internationalen Konfliktlösung“, zu der Bundespräsident Joachim Gauck eingeladen hat, die Bedeutung einer zivilen Konfliktbearbeitung unterstrichen. „Es ist wichtig, dass auch im öffentlichen Bewusstsein der Vorrang von Zivil vor Militär einen höheren Stellenwert einnimmt und bei internationalen Konflikten nicht als erstes sofort der Ruf nach einer militärischen Intervention laut wird“, so der EKD-Friedensbeauftragte.
Deutschland habe, nicht zuletzt auch durch kirchliche Akteure, auf diesem
Feld viele Erfahrungen und Kompetenzen. „Das muss stärker in den Blick
genommen und gefördert werden“, betont Brahms, der auch der Leitende
Geistliche der Bremischen Evangelischen Kirche ist.

Download der kompletten Pressemitteilung des Friedensbeauftragen vom 10. Februar 2015