"Minerva" macht offensiv

Nachricht 18. Februar 2015

Einerseits Fachkräftebedarf, andererseits qualifizierte Migrantinnen, die Arbeit suchen: Das Mentoringprogramm „Minerva“ verbindet beides und unterstützt arbeitssuchende Frauen, „sich ihre Ressourcen wieder bewusst zu machen und offensiv zu vertreten“ berichtet Initiatorin Waltraud Kämper, Referentin im kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt im Haus kirchlicher Dienste in Hannover. Sie lädt zu einer öffentlichen Abschlussveranstaltung am Dienstag, 24. Februar, ab 16.30 Uhr in Hanns-Lilje-Haus in Hannover ein, weil das einjährige Programm mit 15 Frauen aus 13 Ländern nun endet.

In einem Fachgespräch über das Thema „Mittendrin und außen vor – internationale Fachkräfte vor Ort“ diskutieren bei der Veranstaltung der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies, die Landesvorsitzende der Verbandes deutscher Unternehmerinnen Jasmin Arbabian-Vogel und Sabine Gräßler-Zorn, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt von der hannoverschen Agentur für Arbeit.
Erstmals wird zuvor ein 14-minütiger Film gezeigt, der geförderte Migrantinnen zeigt und ihre Arbeit mit der Mentorin. Da ist beispielhaft eine Beratung einer Geschäftsführerin aus Hannover als Mentorin für eine portugiesische Landschaftsarchitektin zu sehen, die ein Bewerbungsgespräch vorbereiten.

Kämper und ihre ehrenamtliche Kollegin Marcella Heine geht es bei dem Projekt nicht nur um Unterstützung der Migrantinnen mit interkulturellen Workshops, Bewerbungstraining und Feedback-Gesprächen. „Es lohnt sich ein zweiter Blick“ sagt Kämper in Richtung auf mögliche Arbeitgeber. Jenseits von formalen Kriterien und akzentfreiem Deutsch hätten viele Migrantinnen eine Reihe von Qualifikationen zu bieten, die in Deutschland sehr gefragt sind und arbeitgeberseitig entdeckt werden müssten.
Die Gäste der Abschlussveranstaltung werden von Kämper und Dr. Stephanie Springer, Präsidentin des Landeskirchenamtes, begrüßt. Die evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers ist Träger des Projektes. Es wird zudem maßgeblich finanziell unterstützt von der Landeshauptstadt Hannover, für die Bürgermeister Thomas Hermann ein Grußwort sprechen wird, und von der Region Hannover, für die  Wirtschaftsdezernent Ulf-Birger Franz sprechen wird. 
Interessierte an der Veranstaltung im Hanns-Lilje-Haus, Knochenhauerstr. 33, melden sich unter Mail hoffer@kirchliche-dienste.de oder Telefon 0511/1241-449 an.