Sünde, Jugendliche mit dem Evangelium zu langweilen

Nachricht 19. Februar 2015
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Reinhold Ostermann hält den Eröffnungsvortrag bei der diesjährigen Landesfachkonferenz für Kreisjugendwarte und Kreisjugendpastoren. Foto: Regula Jantos

Reinhold Ostermann hält den Eröffnungsvortrag bei der Landesfachkonferenz

Wie ticken eigentlich die Jugendlichen heutzutage  und wie erreicht die Kirche sie? Das sind Fragen, denen Reinhold Ostermann immer wieder nachgeht. Er ist Referent für Konzeptionsentwicklung im Amt für evangelische Jugendarbeit in Bayern. Die Fragen sind nicht neu, die Antworten auch nicht. Das schwierige ist die Umsetzung. Die Jugendarbeiter der Kirche sollen sich in ihre Zielgruppe hineinversetzen, ihr genau zuhören und die Bedürfnisse bedienen. Das  ist ein sehr allgemeiner  Auftrag.  Ostermann formuliert es genauer: „Es ist eine Sünde, Jugendliche mit dem Evangelium zu langweilen.“

In einem Vortrag am Montag, 16. Februar, in Verden, anlässlich der Landesfachkonferenz für Kirchenkreisjugendwarte und Kreisjugendpastore  der Hannoverschen Landeskirche, sprach er über die Herausforderungen der Jugendarbeit. Er machte den  Konferenzteilnehmern Mut: Man müsse nicht alles neu erfinden, sich ständig unter Druck setzen und alles ändern. Viele bewährte Dinge sind gut. Wichtig sei, den einzelnen Menschen im Blick zu behalten und herauszufinden, was ihn beschäftigt. Oder: Den  Jugendliche nicht zu langweilen. Was das genau für die Arbeit vor Ort bedeutet, mussten die Teilnehmer dann selber erarbeiten. Denn es gibt kein Patentrezept, das überall funktioniert.

Bei der Landesfachkonferenz treffen sich ein Mal im Jahr die Kreisjugendwarte und Kreisjugendpastoren der Evangelisch-lutherischen  Landeskirche Hannovers, um die eigenen Jugendarbeit unter die Lupe zu nehmen, über aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und gemeinsam neue Handlungsoptionen zu erarbeiten.