Früherer Bischof übernimmt Vorsitz

Nachricht 12. Februar 2015
Frieden
BU: Pastor Lutz Krügener (von links) dankte Professor Geiko Müller-Fahrenholz für seine Arbeit in der „Expertenrunde Frieden“ und begrüßte den früheren Auslandsbischof Martin Schindehütte als dessen Nachfolger im Vorsitz. Foto: Gunnar Schulz-Achelis/HkD  

Der frühere Auslandsbischof Martin Schindehütte ist zum neuen Vorsitzenden der „Expertenrunde Frieden“ in der Hannoverschen Landeskirche gewählt worden. Bei ihrem Treffen am Mittwoch, 11. Februar, in Hannover wurde zugleich der scheidende Vorsitzende Professor Geiko Müller-Fahrenholz verabschiedet, der 5 Jahre das Fachgremium geleitet hatte.
Der Direktor des Hauses kirchlicher Dienste Ralf Tyra dankte Müller-Fahrenholz für sein ehrenamtliches Engagement. Er würdigte die Mitarbeit des 74-Jährigen daran, dass die Synode ein friedensethisches Positionspapier der Hannoverschen Landeskirche auf den Weg bringen möge, damit die Wichtigkeit dieses Themas in allen Gemeinden deutlich wird. Und Tyra wies auf das Buch „Heimat Erde“ von Müller-Fahrenholz hin, in dem er eine „Theologie für eine Zukunft der Zivilisation“ entwickelt. „Frieden“ ist dabei ein Schlüsselbegriff. „Man spürt in jeder Zeile, wie Sie für das Thema brennen“ meinte Tyra über den früheren Akademiedirektor und emeritierten Professor.
Bei dem Treffen berichtete Pastor Lutz Krügener, Beauftragter für die Friedensarbeit im Haus kirchlicher Dienste, über aktuelle Handlungserfordernisse der Landeskirche und Herausforderungen seines Arbeitsfeldes.  Die Expertenrunde arbeitet daran, eine Synode zum „Thema Frieden“ im Jahr 2016 vorzubereiten. Aus ihrer Sicht sei die Kirche gefordert, in dieser unsicheren Zeit klare Orientierungen zu friedensethischen Fragen zu geben, so Krügener.

Das Haus kirchlicher Dienste unterstützt und ergänzt als übergemeindliche Einrichtung die Arbeit der Kirchengemeinden in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Aktuelle Themen und Fragestellungen werden hier aufgegriffen und zentral bearbeitet, so dass die Inhalte für die kirchliche Arbeit vor Ort zur Verfügung stehen. Zu den wesentlichen Aufgaben der Referentinnen und Referenten gehören die Entwicklung und Bereitstellung von Materialien, die Weiterbildung von Haupt- und Ehrenamtlichen, die individuelle Beratung sowie der inner- und außerkirchliche Dialog.