Weihnachten für die Sinne

Nachricht 17. Dezember 2015
Weihnachten für die Sinne

Sie sehen nichts als Rot auf dieser Weihnachtskarte. Eine der drei Farben von Weihnachten neben Grün und Weiß. Farben sind nicht nur Schmuck, sondern für uns auch voller Symbolkraft. Sie vertiefen unsere Gefühle. Sie sind  Zeichen, die uns helfen Ereignisse zu deuten, und geben uns Hinweise, sie zu verstehen. „Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.“ (Lukas 2,12)  Auch in der Weihnachtsgeschichte geht es darum, mit allen Sinnen die Zeichen Gottes zu erkennen. Es geht nicht ohne Engel und ohne Stern- und Schriftdeutung. Und dann passt mit einem Mal alles zusammen und unser Leben wird davon berührt.

Im Buch Jesaja lesen wir, dass Gott zu seinem Volk spricht: „So kommt denn und lasst uns miteinander rechten, spricht der HERR. Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden.“ (Jesaja 1,18)  Es geht hier um die Veränderung zum Guten, Gottes Einsatz für das Leben.

Rot symbolisiert in der Bibel Krieg, Blutvergießen, Sünde und Trennung von Gott. Nicht nur ein Schiedsrichter zeigt die rote Karte. Die Geschichte mit Gott und uns Menschen lässt sich aber nicht darauf reduzieren, dass Gott „Rot zieht“! Die überwältigende Liebe, mit der er uns begegnet, verbindet sich ebenfalls mit der Symbolkraft von Rot. Mit Weihnachten wird Gottes Leidenschaft für uns Menschen mit allen Sinnen spürbar. Denn Jesus wurde geboren, um uns zu retten. „Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“ (Lukas 2,11) Die Geburt Jesu bringt Liebe, Freude und Hoffnung in unsere Welt. Dafür steht dieses Rot. Mit Martin Luther: „Gott ist ein glühender Backofen voller Liebe.“

Ihr Pastor Ralf Tyra
Direktor des Hauses kirchlicher Dienste