Architekt für energetische Sanierung

Nachricht 25. August 2015
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Architekt Sven Becker (rechts) wird in den nächsten zwei Jahren die energetische Sanierung von Teilen des HkD leiten. Foto: Gunnar Schulz-Achelis/HkD

Die energetische Sanierung von Teilen des Hauses kirchlicher Dienste (HkD) wird in den nächsten zwei Jahren von Architekt Sven Becker durchgeführt, in Abstimmung mit dem Amt für Bau- und Kunstpflege der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und dem Klimaschutzmanager der Landeskirche.

„Am Gebäudeteil Brandstraße weist das Wärmedämmverbundsystem massive Schäden auf und muss dringend erneuert werden“, sagt Becker. Bei der Gelegenheit wird das Gebäude von Grund auf energetisch saniert werden: Das Dach muss gedämmt werden, die alte Dämmung von den Wänden abgerissen und eine neue, ökologisch hochwertige, angebracht werden. Auch die Fenster werden ausgetauscht, da sie zu viel Wärme durchlassen. Da die Büros der ca. 60 Mitarbeitenden in dem Bauteil nicht über eine längere Zeit leer stehen können, muss die Sanierung abschnittsweise parallel zum laufenden Arbeitsalltag stattfinden. „Einzelne Mitarbeitende werden höchstens für wenige Tage ausquartiert werden müssen, dann wenn in ihrem Büro die Fenster ausgetauscht werden“, so Becker. Das erfordert eine komplexe logistische Planung und eine gute Kommunikation. Von den ersten Entwürfen bis zum Ende der Bauarbeiten sind zwei Jahre eingeplant.

Für diese Zeit ist Becker beim Haus kirchlicher Dienste angestellt, um die Planung und Durchführung der Sanierungsarbeiten vor Ort zu leiten. Der gebürtige Hannoveraner war in den letzten Jahren bereits im Amt für Bau- und Kunstpflege für Gebäude der Landeskirche zuständig. Nun wechselt er direkt ins HkD. „Aufgrund der komplexen Planung und der intensiven Kommunikation mit den Mitarbeitenden im Gebäude ist es sehr gut, wenn wir den bauleitenden Architekten direkt im Haus haben. Darüber hinaus ist es für uns günstiger, einen Architekten fest anzustellen, als ein externes Architekturbüro zu beauftragen“, sagt Martin Aehnelt, der im HkD unter anderem für die Bau- und Hausverwaltung zuständig ist.

Becker bringt Erfahrungen aus verschiedenen Bereichen mit. Er war in der Stadt- und Verkehrsplanung ebenso tätig wie in kleineren Architekturbüros. Für einen Generalunternehmer sanierte er Einkaufszentren, baute Fachmarktzentren und Verbrauchermärkte. Nun freut er sich auf die vor ihm liegende Tätigkeit: „Bauleitung macht mir am meisten Spaß“, so der 38-Jährige. „Der richtige Baualltag, bei dem es darum geht, die Pläne umzusetzen, Firmen und Handwerksbetriebe zu beauftragen und den Bau zu überwachen.“

Bis Ende Oktober 2015 wird Becker im HkD sein Büro haben, danach zieht er um in die neuen Räume des Amts für Bau- und Kunstpflege in der Steintorplaza. Vor seinem Architekturstudium hat Becker Zivildienst bei der Caritas und eine Ausbildung als Sozialassistent im Kindergarten gemacht. Er ist verheiratet und hat zwei kleine Kinder.