Sechzigpluskirche - der Kongress

Nachricht 13. August 2015
Das SECHZIGPLUSKIRCHE-Team aus dem HkD freut sich auf weitere Anmeldungen: Karola Schmidt, Helene Eißen-Daub, Franziska Müller-Rosenau, Henning Busse und Horst-Dieter Büshel. Foto: Susanne Ruge/HkD

Der Kongress „Sechzigpluskirche“ am 11. September im Kongresszentrum in Hannover (HCC) beschäftigt sich mit den Folgen des demografischen Wandels. „Die Gruppe der ‚jungen Alten‘ wächst und stellt die Kirche vor neue Herausforderungen“, sagt Karola Schmidt, Referentin für die Arbeit mit Älteren im Haus kirchlicher Dienste (HkD) der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Das sich verändernde Altersbild aufzugreifen und die sich daraus ergebenden Chancen in den Blick zu nehmen, ist Zielsetzung des Kongresses. Veranstalter ist der Fachbereich „Erwachsene“ des HkD mit den Arbeitsfeldern Frauenwerk, Männerarbeit, Besuchsdienst und Arbeit mit Älteren.

Frauen und Männer werden heutzutage älter und bleiben länger gesund als früher. Älter werden bedeutet nicht mehr, sich betreuen zu lassen, sondern Neues zu beginnen und aktiv das Leben zu gestalten. Wie stellen sich die Kirche und ihre Gemeinden auf diese Zielgruppe und ihre besonderen Anliegen ein? Dieser Frage möchte der Kongress vor allem nachgehen und neue Einsichten vermitteln.

Viel positive Resonanz zum Thema

„Viele Leute um die 60, denen ich von dem Kongress erzähle, reagieren sehr positiv“, berichtet Helene Eißen-Daub, Referentin für Besuchsdienst im HkD. „‘Toll, dass Ihr das macht!‘, sagen sie. „Altsein wird oft mit Defiziten gleichgesetzt“, hebt Eißen-Daub hervor. „Ältere haben aber viele Erfahrungen und Kompetenzen, die sie gern einbringen möchten. Es geht darum, ihnen auf Augenhöhe zu begegnen und in der Kirche Räume zu schaffen, wo sie ernstgenommen werden, mitreden und mitgestalten können“, ergänzt die Verantwortliche für die Besuchsdienstarbeit. Das Bild von älter werdenden Menschen zu erweitern, ist daher eine wesentliche Zielsetzung des Kongresses.

„Die engagierten Älteren sind mit ihren Fähigkeiten eine tragende Gruppe der Gemeinde-arbeit“, weiß auch Henning Busse, Landespastor für Männerarbeit. „Sie können viel, wollen Sinnvolles bewirken und gleichzeitig selbst etwas davon haben. Wenn alles zusammen kommt, macht es Spaß und ist ein Gewinn für alle. In der Kirche gibt es viele Möglichkeiten, um für die eigenen Ideen einen Platz zu finden“, beschreibt Busse die neuen Chancen für die Gemeindeentwicklung.

Hauptvortrag von Landesbischof Ralf Meister

Der Kongress beginnt um 10 Uhr mit einem Eröffnungsvortrag von Landesbischof Ralf Meister. Daran schließt sich die Möglichkeit an, in Foren und Arbeitsgruppen einzelne Themen zu vertiefen. In vier Foren zu den Bereichen „Pluralität des Älterwerdens“, „Glaube – Alter – Spiritualität“, „Sorgende Gemeinde“ und „Aktives Altern und Geschlechter-perspektiven“ werden insgesamt 18 Vorträge und Arbeitsgruppen angeboten. Nachmittags werden 17 Praxismodelle und Impulse vorgestellt. Dabei reicht die Palette von „Neue Wohnformen im Alter“ über „Diakonische Gemeinde in einem alternden Stadtteil“ bis hin zu „Alter und Politik“.

Mittagessen und Kaffeepause laden ein zum Austausch, und den ganzen Tag über können sich die Teilnehmenden an Informationsständen zu einzelnen Initiativen und Einrichtungen informieren. Ein gemeinsames Abschlussplenum bündelt die Eindrücke und lässt den Tag geistlich ausklingen.

Noch sind Plätze frei

350 Teilnehmende haben sich schon angemeldet, 150 Plätze sind noch frei. „Aus manchen Gemeinden oder Kirchenkreisen kommen ganze Gruppen von 10 oder 15 Personen“, sagt Gerlinde Sommer vom Fachbereich „Erwachsene“ im HkD. „Auch aus den benachbarten Landeskirchen gibt es Anmeldungen. Aus der Nordkirche kommen 20 Hauptamtliche“, freut sich Sommer über die Resonanz.

Die Teilnahme am Kongress kostet für beruflich Mitarbeitende 20 Euro und für ehrenamtlich Mitarbeitende 10 Euro. Darin enthalten ist der Begrüßungskaffee, die Tagungsmappe und das Mittagessen.

Unter www.sechzigpluskirche.de sind weitere Informationen erhältlich, dort besteht auch die Möglichkeit zur Online-Anmeldung. Auskünfte erteilt auch der Fachbereich Erwachsene im Haus kirchlicher Dienste, Archivstr. 3, 30169 Hannover, Telefon: 0511 1241-425. Dort kann man sich auch anmelden und das ausführliche Programmheft zuschicken lassen.

Der Kongress

Termin: Freitag, 11. September 2015
10.00 - 16.30 Uhr

Ort: Hannover, Niedersachsenhalle im Congress Centrum

Nur noch wenige RESTPLÄTZE frei!

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