Sprengelfrauentag in Uelzen

Nachricht 06. Juni 2014
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Kraft schöpfen aus guten Erinnerungen war das Thema des Sprengelfrauentages am 24. Mai 2014 bei Uelzen. Foto: Hilde Nickel

Aus der Kraft der guten Erinnerungen

Zeit für Begegnungen, zum Erzählen und zum Singen – Zeit für die guten Erinnerungen im Leben – solch einen Tag erlebten rund 100 Frauen am 24. Mai 2014 beim Sprengelfrauentag auf dem Gelände der Woltersburger Mühle bei Uelzen.

Unter dem Motto „Aus der Kraft der guten Erinnerungen“hatte die Evangelische Frauenarbeit im Sprengel Lüneburg in Kooperation mit der Frauenarbeit im Kirchenkreis Uelzen zu diesem Sprengel-Frauentag eingeladen.

Das Leitungsteam mit Gertrud Bisping, Klara Butting, Christiane Friedrich, Hannelore Köhler, Astrid Lange und Gertrud Spatz freute sich über die so zahlreich erschienenen Frauen und das gute Wetter. Für die musikalische Begleitung sorgten Elke Joritz (Gitarre) sowie das Duo Fiona Happich (Klarinette) und Tillman Rentel (Gitarre).

Die befreiende und heilende Kraft der Liebe Gottes

Die Theologin und Professorin Dr. Klara Butting hielt den Eröffnungsvortrag. Sie beleuchtete die Bedeutung von Psalmen als biblische Kraftquellen und Übungen für unsere Erinnerungsarbeit. Als Beispiel nannte sie Psalm 116 und die darin bejubelte Gottesliebe. Sie schaffe den notwendigen Raum zu beten und zu klagen. Der Heilungsprozess und damit die Wandlung beginne mit dem Griff nach dem „Kelch des Heils“ (Vers 13). Im vertrauensvollen Gegenüber von Gott und Mensch wird diese Geste zum Symbol für die Gestalt gewordene Erinnerung, die den Bedürftigen in einen Handelnden und Liebenden verwandelt.

In die gleiche Geste gehe auch Jesus „mit Leib und Seele“ hinein, spannte Klara Butting den Bogen vom Psalmgebet zur Feier des Abendmahls. „Im Teilen von Brot und Wein werden wir in die Tischszene hineingenommen und so einander zum Zeichen für die befreiende und heilende Kraft von Gottes Liebe. Sie wird dort sichtbar, wo Menschen sich damals und heute aktiv für Notleidende einsetzen oder sich lebensfeindlichen Mächten widersetzen, wo wir uns dankbar daran erinnern, dass wir leben, weil Generationen vor uns für ihre Visionen gekämpft haben. In der Erinnerung an diese Kraft der alten Worte werden wir ermutigt, neue Wege ins „Land des Lebens“ zu gehen“, schloss Klara Butting ihren mit viel Beifall bedachten Vortrag.

Auf den Schultern unserer Vorfahren

Anschließend konnten die Frauen eine der angebotenen 5 Arbeitsgruppen wählen:

  • „Ahnengalerie – Welche Personen stehen hinter mir?“ (Christiane Friedrich);
  • „Voller Hoffnung in die Zukunft?“ (Dr. Thomas Köhler, Transition Town Hannover);
  • Erzählcafé: „Oma, erzähl’ doch mal von früher“ (Astrid Lange und Cornelia Müller);
  • „Von der Kraft der guten Erinnerung“ (Eva-Maria Seifert);
  • Filmvorführung: „Gundalena von Weizsäcker geb. Wille – ein Leben im 20. Jahrhundert“ (Erika Tipke).

Aus Vortrag und Arbeitsgruppen ergab sich die Erkenntnis, dass wir auf den Schultern unserer Vormütter und Vorväter stehen und so deren Erfahrungen von Generation zu Generation weitergeben, umdeuten und der Zeit entsprechend aktualisieren. Entlastend sei, dass eine Generation nicht alles schaffen muss, sondern die nächste „kraft der guten Erinnerungen“ darauf aufbauen kann.

Mit einem Abendmahlsgottesdienst endete ein Tag, „der allen in ‚guter Erinnerung‘ bleiben wird“, die Frauen bedankten sich beim Team für das aufschlussreiche Programm und inspirierende Gemeinschaftserlebnis.

Karin Schwendt, Beauftragte für die Öffentlichkeitsarbeit der Ev. Frauenarbeit im Sprengel Lüneburg