Claudia Gerke wird neue Referentin für Qualitätsentwicklung

Nachricht 12. Dezember 2014
Claudia Gerke wird neue Referentin für Qualitätsentwicklung in Kirchengemeinden. Foto: Jens Schulze/HkD

Claudia Gerke wird ab Januar 2015 Leiterin des Projekts „Qualitätsentwicklung in Kirchengemeinden“ in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Mit Umfang einer halben Stelle wird sie im Haus kirchlicher Dienste tätig sein.

„Mich reizt das strategische Denken“, sagt Claudia Gerke, die bereits seit über zwei Jahren im Projekt Qualitätsentwicklung in der Landeskirche tätig ist. Schon in der ersten Gemeinde, in der sie als Diakonin tätig war, konnte sie Erfahrungen mit Qualitätsentwicklung sammeln. „Das war damals ein selbstorganisierter Prozess, lange bevor die Landeskirche als ganze darüber nachdachte“, sagt sie rückblickend. Von 2009 bis 2011 gab es dann zunächst ein Pilotprojekt der Landeskirche. Nach dem erfolgreichen Abschluss startete 2013 und 2014 je ein Durchgang mit neun Kirchengemeinden, der jeweils auf zwei Jahre ausgelegt ist.

Kirchengemeinden sind zukunftsgerichtet

Mit der Leitung des Projektes übernimmt Gerke die Nachfolge von Kerstin Richter, die ab Januar für die Bremische evangelische Kirche tätig sein wird. Gerke wird für das Projekt Qualitätsentwicklung die Strukturierung und Koordinierung übernehmen, sowie die Öffentlichkeitsarbeit. Neben der Organisation der zentralen Veranstaltungen für die einzelnen Durchgänge wird sie auch, zusammen mit dem Lenkungskreis, an der steten Weiterentwicklung des Projekts arbeiten.

„Die Kirchengemeinden, die an der Qualitätsentwicklung teilnehmen, sind kritisch und zukunftsgerichtet“, sagt Gerke. „Das gefällt mir. Sie wollen fit für die Zukunft werden.“ Von 2008 bis 2010 machte sie die Ausbildung zur Gemeindeberaterin und ließ sich zusätzlich als Beraterin für die Qualitätsentwicklungsprozesse ausbilden.

"Was wollen wir als Kirchengemeinde bieten?"

Gerke hatte nach ihrem Studium der Religionspädagogik zunächst als Diakonin in verschiedenen Kirchengemeinden gearbeitet, kennt also die Prozesse einer Kirchengemeinde aus der Innenschau. Im Diakonischen Werk war sie Referentin für das Freiwillige soziale Jahr, danach arbeitete sie in der Kommunalen Freiwilligenagentur Garbsen. Seit 2013 ist sie freiberuflich als Freiwilligenmanagerin und Organisationsentwicklerin tätig. Neben ihrer halben Stelle im Haus kirchlicher Dienste wird sie auch weiterhin Institutionen beraten, die mit Ehrenamtlichen arbeiten.

„An der Qualitätsentwicklung interessieren mich Fragen wie: Was wollen wir als Kirchengemeinde in unserem Umfeld bieten, wie wollen wir uns im Stadtteil aufstellen? Und vor allem – wie gewährleisten wir, dass wir unseren Zielen auch gerecht werden können?“, so Gerke, die auch ausgebildete Freiwilligenmanagerin ist.

Neuer Durchgang Qualitätsentwicklung in Kirchengemeinden im Jahr 2015

Am Projekt „Qualitätsentwicklung in Kirchengemeinden“ können pro Durchgang bis zu höchstens 14 Kirchengemeinden teilnehmen. Die ausgewählten Gemeinden bilden zunächst in ihrer Gemeinde ein Qualitätsentwicklungsteam aus drei bis sechs Personen. Dieses Team wird vom Kirchenvorstand für zwei Jahre beauftragt und arbeitet in engem Austausch mit dem Kirchenvorstand. In mehreren Schritten wird dann analysiert, was zur Zeit in der Gemeinde geschieht, wie Prozesse ablaufen und wie Mitarbeitende eingebunden sind. Dann geht es darum, strategische Ziele und Handlungsziele für erstmal ein Arbeitsfeld zu entwickeln. Hierbei spielen auch die vorhandenen Ressourcen eine wichtige Rolle. Am Ende der zwei Jahre wird ausgewertet, was im zurückliegenden Prozess erreicht worden ist und wie die Arbeit kontinuierlich verbessert werden kann. Zusätzlich zu zentralen Veranstaltungen zur Qualifizierung und Begleitung der QE-Teams können die Kirchengemeinden Beratungstermine vor Ort wahrnehmen.

Ein neuer Durchgang der Qualitätsentwicklung für Kirchengemeinden beginnt im Mai 2015. Kirchengemeinden können sich noch bis zum 14. Februar beim Haus kirchlicher Dienste bewerben.

Qualitätsentwicklung in Kirchengemeinden

Ein neuer Durchgang startet im Mai 2015. Interessierte Gemeinden können sich noch bis zum 15. Februar 2015 bewerben.

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