Neue Webseite für Ehrenamtliche

Nachricht 14. Oktober 2014
Quelle: HkD

Die neue Internetseite www.ehrenamt-kirche.de des Hauses kirchlicher Dienste in Hannover informiert auf gut 130 Unterseiten über Möglichkeiten und Rahmenbedingungen ehrenamtlichen Engagements im kirchlichen Bereich und ist seit wenigen Tagen online.

„Ohne ehrenamtliches Engagement kann weder unsere Gesellschaft noch unsere Kirche bestehen“, sagt Albert Wieblitz, Landespastor für Ehrenamtliche in der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers. „Für uns als evangelische Kirche ist das gemeinsame Tun von Haupt- und Ehrenamtlichen sogar grundlegend, denn nach reformatorischem Verständnis sind die Begabungen und Befähigungen gleichrangig und gleichwertig. Jede und jeder, egal ob ehrenamtlich oder beruflich, wirkt mit an der Gestaltung unserer Kirche.“

Ehrenamtliches Engagement ist ausbaufähig

Die Landeskirche Hannovers hat 2,8 Millionen Mitglieder. Gemeinsam gestalten 28 000 beruflich Mitarbeitende und 116 000 ehrenamtlich Mitarbeitende das Leben in den Gemeinden.

Doch das ehrenamtliche Engagement im kirchlichen Raum ist noch ausbaufähig, so die Initiatoren der Internetseiten. Zum einen könnten die Rahmenbedingungen in den Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen verbessert werden, zum anderen gebe es mehr Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, als gemeinhin bekannt ist.

Quelle: HkD

„Umfragen haben gezeigt, dass die Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement hoch ist. Sie liegt bei mehr als 30 Prozent“, sagt Perdita Wünsch vom Haus kirchlicher Dienste und Mitinitiatorin der neuen Webseite. „Und die Zahl derer, die sich gern engagieren würde, nur nicht genau weiß, wo, ist noch höher. Genau diesen Menschen möchten wir eine Orientierungshilfe geben.“

Was ist möglich?

Daher gibt es unter dem Titel „Was ist möglich?“ einen großen Bereich, der einzelne Betätigungsfelder für ehrenamtliches Engagement im kirchlichen Raum vorstellt. Neben den klassischen Aufgabenfeldern in Kirchengemeinden, wie etwa der Arbeit im Kirchenvorstand oder der Jugendarbeit, werden auch Bereiche vorgestellt, die weniger bekannt sind. In der Straffälligenhilfe geht es beispielsweise um die Begleitung von Menschen im Gefängnis, in der „Gebärdenkirche“ um kirchliche Angebote für gehörlose Menschen. Ziel der Unterseiten ist es jeweils, einen kurzen Überblick über die Formen des möglichen Engagements zu geben. Wer dann mehr erfahren möchte, bekommt Links zu weiteren Informationsseiten und zu Kontaktpersonen.

Quelle: HkD

Gute Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement

Neben diesen Informationen für potentielle Ehrenamtliche gibt es einen ebenso großen Bereich, der darüber informiert, wie Kirchengemeinden ehrenamtliches Engagement fördern können: "Gute Rahmenbedingungen"

Interessierte finden hier eine wahre Fundgrube an Informationen vor. Die reichen von generellen Überblickstexten über konkrete Arbeitsmaterialien, die zum Download bereit stehen, bis hin zu Ansprechpersonen in der Landeskirche Hannovers. „In diesem Umfang und dieser Ausführlichkeit gibt es so etwas meines Wissens bisher in Deutschland nicht“, so Perdita Wünsch, die im Haus kirchlicher Dienste als Referentin für Ehrenamt arbeitet und seit Jahren Fortbildungen zum Freiwilligenmanagement und zur Ehrenamtskoordination anbietet.

Quelle: HkD

Unterstützung und Fortbildung für Ehrenamtliche

Auch für die Menschen, die bereits ehrenamtlich engagiert sind, hat die Webseite Informationen zu bieten. Im Bereich „Was ist möglich?“ finden sie Kontaktadressen und im Bereich „Unterstützung“ stehen Materialien zum Download bereit.

Unter dem Titel "Fortbildung" gibt es einen Überblick über Einrichtungen, die im kirchlichen Raum Fortbildungen für Ehrenamtliche anbieten.

Auch hier gilt wieder das Prinzip, wer mehr wissen möchte, kann weiterklicken. Zu jeder vorgestellten Einrichtung gibt es Links zu Ansprechpersonen und (soweit vorhanden) Fortbildungsprogrammen. „Es geht darum, die Institutionen auf einen Blick vor Augen zu haben. Jeder und jede kann dann selbst entscheiden, welche Angebote für ihn oder sie passend sind“, so die Initiatoren der neuen Webseite abschließend.