Von Kirche zu Kommune

Nachricht 03. September 2014
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Michael Peters, Foto: privat

Michael Peters wechselt Anfang Oktober aus der Tätigkeit als Landesgeschäftsführer für das Landesjugendpfarramt im Haus kirchlicher Dienste zum Landkreis Rotenburg/Wümme.

10 Jahre lang arbeitete der Diakon in der landeskirchlichen Jugendarbeit und wird nun Jugendhilfeplaner in Rotenburg, wo er seit 23 Jahren mit seiner Familie wohnt. Auf einer Stabsstelle im Jugendamt des Landeskreises wird er Bedarfe in der Arbeit und Hilfe für Kinder und Jugendliche ermitteln und mit den Angeboten von Kommunen und freien Trägern vermitteln. Zu denen gehört auch die evangelische Kirche, sodass er von der „anderen Seite des Schreibtisches“ mit seinem bisherigen Arbeitgeber verbunden bleibt. In Rotenburg ist der 53-Jährige bestens bekannt, da er vor seinem Wechsel in das Landesjugendpfarramt im evangelischen Kirchenkreis Rotenburg als Kirchenkreis-Jugendwart wirkte.

Dreifacher Geschäftsführer im Bereich der Jugendarbeit

In der Landeskirche war er bisher ein dreifacher Geschäftsführer: Das Triple setzt sich aus der Geschäftsführung für das Landesjugendpfarramt und die evangelische Jugend, den Verein „evangelisch-lutherischer Landesjugenddienst“ und für die „Arbeitsgemeinschaft evangelische Jugend in Niedersachsen e. V.“ zusammen. In dieser sind 11 evangelische Jugendverbände organisiert. Sie ist der größte Jugendverband in Niedersachsen.

Der ausgebildete Gemeindeberater ist vielen in der evangelischen Jugendarbeit durch seine Beratungen von Kreisjugenddiensten und von Kollegen bekannt. In zahlreichen Kirchenkreiskonferenzen hat er in den letzten Jahren über Kindeswohl gesprochen und freut sich, dass hohe Standards in der Landeskirche etabliert werden konnten. Auch in vielen Jugendgruppenleiterschulungen war er Referent unter anderem zu diesem Thema.

Als Geschäftsführer des Landesjugenddienstes war er Vorgesetzter von 22 Mitarbeitern in den Jugendhöfen Sachsenhain/Verden und auf Spiekeroog. Er freut sich, dass die Jugendhöfe in der Landeskirche konzeptionell weiterentwickelt werden konnten, der bauliche Zustand verbessert und zum Beispiel bei der Energieversorgung mehr für die Nachhaltigkeit erreicht werden konnte. Und auch das Landesjugendpfarramt sieht er in den vergangenen 10 Jahren gut weiterentwickelt und wird vor allem seine „fitten Mitarbeiterinnen“ vermissen, mit denen die Zusammenarbeit „spaßbeladen“ war, wie er schmunzelnd bemerkt.

Neue Aufgabe in der Jugendhilfeplanung

Parallel zu seiner Tätigkeit als Jugendwart in Rotenburg hatte er seinerzeit ein Studium der Sozialarbeit in Bremen absolviert und seine Diplomarbeit über „sozialraumorientierte Jugendarbeit“ geschrieben. Genau dies trifft nun seine neue Aufgabe in der Jugendhilfeplanung. Als Tätigkeits-Beispiel nennt er Kindertagesstättenplätze, eine Pflichtaufgabe der Kommune. Als Planer wird er dazu beitragen, Trägern – wie den Kirchenkreis, Lebenshilfe oder Stadt – zu helfen, dass sie zur richtigen Zeit genug Plätze am richtigen Ort anbieten können. Und bei der Förderung von Jugendverbänden wird er neben Landjugend, Feuerwehr und weiteren auch wieder mit der evangelischen Jugend zu tun bekommen.

Abschied am 14. November 2014 im Jugendhof Sachsenhain

Für ihn werden künftig die weiten Fahrten nach Hannover mehrmals in der Woche entfallen. „Wir werden ihn als Person und mit seiner Kompetenz sehr, sehr vermissen“, schreibt Landesjugendpastorin Cornelia Dassler in ihrem Infoschreiben an die Aktiven in der Jugendarbeit in der Landeskirche.

Peters wird im Rahmen eines Gottesdienstes Freitag, 14. November um 19 Uhr in der Kapelle des Jugendhofes Sachsenhain/Verden verabschiedet.