Kaffee für 12781 Personen im Jahr

Nachricht 10. November 2014

Waltraud Ebeling, verantwortlich für den Sitzungsservice im Haus kirchlicher Dienste, geht in den Ruhestand.

Waltraud Ebeling geht nach 21 Jahren im HkD in den Ruhestand. In ihrer Zeit beim Sitzungsservice des Hauses war das Kaffekochen nur eine ihrer Aufgaben, ebenso wichtig war die Logistik im Hintergrund. Foto: Susanne Ruge

Am 18. November 2014 wird Waltraud Ebeling 2107 Kannen Kaffee und 1009 Kannen Tee für 12781 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an 1330 Sitzungen, Gästebewirtungen und Veranstaltungen im Foyer gekocht haben. Und das sind nur die Zahlen für das Jahr 2014. Ein kleiner Blick auf die Statistik zeigt, dass hinter dem „Sitzungsservice“ des Hauses kirchlicher Dienste mehr steckt, als einen Tisch mit Kaffee, Tee und Keksen zu decken. Der Sitzungsservice koordiniert die Belegung der Sitzungsräume, des Foyers und der Kapelle des HkD und sorgt für Getränke und Gebäck, bei Wunsch auch für Fingerfood oder warmes Essen. Alles muss geplant und koordiniert werden. „Im Grunde ist das fast schon ein kleines Unternehmen“, sagt Waltraud Ebeling, die zum Ende des Jahres in den Ruhestand geht.

Und so verwundert es nicht, dass Ebeling diese Koordination inzwischen mit dem Computer macht. „Als ich 2002 hier anfing, da wurde alles noch handschriftlich in ein Buch eingetragen. Die Vorgänge der Reservierungen und Eintragungen konnte ich nur mit Bleistift machen. Wenn ein Termin abgesagt wurde, dann musste dieser ausradiert werden!“ Ebeling lacht in der Erinnerung an die alten Zeiten und zeigt den Jahreskalender aus dem Jahr 2002, den sie aufgehoben hat.

Doch inzwischen gibt es längst ein Computerprogramm, das Hermann Schulze aus der Verwaltung auf Ihre Vorschläge hin an die Bedürfnisse des Sitzungsservice angepasst hat. So kann sie aufgrund von den Anmeldungen nicht nur Pläne für jeden Tag ausdrucken, sondern auch gleich die Rechnungen. „Inzwischen finden hier wesentlich mehr Tagungen und Veranstaltungen statt“, erklärt Ebeling. „Es kommen längst nicht nur die Fachbereiche aus dem Haus. Auch vom Landeskirchenamt, dem Diakonischen Werk, dem Stadtkirchenverband, der Evangelische Erwachsenenbildung und vielen anderen kirchlichen Institutionen kommen Anfragen für Sitzungstermine. „Zum Beispiel tagt der Deutsche Evangelischen Kirchentag gern im HkD – Hannover liegt ja so zentral …“, verrät Waltraud Ebeling.

Der Sitzungsservice in der heutigen Form wurde von ihr in den letzten 12 Jahren aufgebaut. Dabei kamen Ihr die Erfahrungen aus ihren früheren Tätigkeiten zugute. Zunächst arbeitete Ebeling bei der IBM, dann, nach einer Erziehungspause, seit 1994 als Sekretärin im Amt für Gemeindedienst und als Schabearbeiterin der Hannoverschen Bibelgesellschaft. Wenn sie Ende des Jahres in den Ruhestand geht, blickt sie zurück auf 45 Berufsjahre, von denen sie 21 im Haus kirchlicher Dienste (bzw. zunächst im Amt für Gemeindedienst) verbracht hat.

„An vieles kann ich mich noch sehr gut erinnern“, sagt Ebeling im Rückblick. „Zum Beispiel wenn Landesbischöfin Käßmann kam, die öfter hier tagte.“ Da musste dann auch manches Mal spontan umarrangiert werden. „Die Begegnung mit den Menschen hat mir an der Arbeit besonders gefallen. Täglich kamen Kolleginnen und Kollegen aus dem Haus und auch die auswärtigen Veranstalter kamen, um größere Termine zu planen und abzusprechen.“

Auch für den Ruhestand hat Ebeling schon Pläne. Sie möchte gern Malkurse an der Volkshochschule belegen. Auf den Geschmack gekommen ist sie durch eine Aktion zur Hochzeit ihres Sohnes. Auf einer vorbereiteten Leinwand durften alle Gäste sich verewigen. „Das Hantieren mit den Acrylfarben hat mir gefallen und habe ich angefangen zu experimentieren!“, so die zukünftige Ruheständlerin. Angeregt wurde sie dazu übrigens durch ein Bild, das im Sitzungsraum G des HkD hängt und noch vom Kirchentag 2005 in Hannover stammt.

Am Dienstag, 18. November, ist Waltraud Ebeling zum letzten Mal im Haus. Ihre Nachfolgerin, Monique Tusché, wird am Mittwoch, 12. November, um 12 Uhr in der Andacht in ihren Dienst eingeführt und ist bereits seit dem 1. November in der Einarbeitungsphase. Viele kennen sie bereits durch Tätigkeit am Empfang des Hauses.