Gesichter des Christentums

Nachricht 28. Oktober 2014

Wanderausstellung „Gesichter des Christentums“ eröffnet am 9. November zum zehnten Mal in einem Ort in Niedersachsen

Bilder des Christentums

Ein erstes Jubiläum feiert die Wanderausstellung „Gesichter des Christentums“ am Sonntag, dem 9. November, um 15.00 Uhr in der hannoverschen Matthäuskirche. Zum zehnten Mal wird die von den Arbeitsfeldern Migration und Integration sowie Ökumene im Haus kirchlicher Dienste verantwortete Wanderausstellung in einem niedersächsischen Ort eröffnet. Sie zeigt anhand von 25 Porträts die durch Migration entstandene kulturelle und konfessionelle Vielfalt des Christentums in Niedersachsen. Erste Station war im Herbst 2013 Osnabrück.

Die Predigt im Eröffnungsgottesdienst in Hannover hält Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann. Vier in der Ausstellung porträtierte Christen aus der Region Hannover wirken mit: Moses Tan, syrisch-orthodoxer Diakon, ursprünglich aus der Türkei, singt das Vaterunser auf Aramäisch, der Sprache Jesu. An einer mehrsprachigen biblischen Lesung beteiligen sich: Abayomi Bankole, evangelisch-lutherische Lukas-Gemeinde, ursprünglich aus Nigeria; Florence Ackun, Free End-Time Ministry, ursprünglich aus Ghana, und Christos Sterkas, Griechisch-Orthodoxe Gemeinde der heiligsten drei Hierarchen, ursprünglich aus Griechenland. Der Priester der Griechisch-Orthodoxen Gemeinde, Gerasimos Frangulakis, spricht das alte Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel auf Griechisch. Musikalisch gestalten die Feier der Lister Organist Thomas Dust und die Musikgruppe „Jona“ der Arabisch-deutschen evangelischen Gemeinde.

An den Gottesdienst schließen sich Grußworte an von: Oberbürgermeister Stefan Schostok, dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Hannover Thomas Höflich, der stellvertretenden Regionspräsidentin Angelika Walther und dem Gestalter der Ausstellung, Prof. Gunnar Spellmeyer von Spellmeyerdesign Network. Christos Sterkas, dessen Porträt in der Ausstellung zum ersten Mal zu sehen sein wird, wird interviewt.

 „Die Vielfalt des globalen Christentums ist in Niedersachsen angekommen“, sagt der Pastor Dirk Stelter, Ökumenebeauftragter im Haus kirchlicher Dienste, „das führt die Ausstellung ‚Gesichter des Christentums‘ anhand der 25 Porträts vor Augen. Sie zeigt auch, was bei aller Vielgestaltigkeit Christen eint: Alle sind getauft, alle lesen in der Bibel, alle beten das Vaterunser, alle gehören zu einer Gemeinde.“

„Gleichzeitig macht die Ausstellung deutlich: Der christliche Glaube leistet einen wichtigen Beitrag dafür, dass Zugewanderte sich bei uns einleben können“, so Lars-Torsten Nolte, Referent für Migration und Integration im Haus kirchlicher Dienste, „der Glaube stützt die, die sich auf das neue Lebensumfeld einstellen müssen. Und er bildet eine Brücke zwischen denen, die schon hier sind, und denen, die kommen.“ Relevant sei das besonders deshalb, weil rund zwei Drittel aller Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland christlich sind (Die jüngste Untersuchung zur religiösen Zugehörigkeit von Migranten findet sich im Hessischen Integrationsmonitor von 2010, S. 104).

Bis zum 4.12. wird die Ausstellung in der Lister Matthäuskirche (Wöhlerstraße 13) zu sehen sein. Öffnungszeiten: Mo-Fr 10.00-18.00 Uhr, Sa 10.00-16.00 Uhr.

Die Ausstellungsorte 2015 sind: Lingen, Buchholz in der Nordheide, Neustadt am Rübenberge, Bremerhaven, Leer (Ostfriesland), Rotenburg (Wümme).

Schirmherr der Wanderausstellung ist Landesbischof Ralf Meister, Kooperationspartner die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Niedersachsen (ACKN).